Ein Auge vor rotem Hintergrund mit Kalenderblättern (Montage). © fotolia Foto: Andrejs Pidjass
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AUDIO: Kirchenleute heute 28.12.2022 (2 Min)

"Gott hat eine komplett andere Zeitrechnung als wir"

Stand: 28.12.2022 09:15 Uhr

Krieg in der Ukraine, Corona, Inflation, explodierende Lebenshaltungskosten - und zum Ausklang noch eine Grippewelle, inklusive Medikamentenmangel, die Klimakatastrophe nicht zu vergessen. Gut, dass dieses Jahr endlich vorbei ist.

von Pastor Michael Ellendorf

Das habe ich in den letzten Tagen häufig gehört. So oder so ähnlich. Beim Frisör. Beim Einkaufen. Auf der Straße. Ein Stoßseufzer. Ein wildes Jahr, dieses 2022. Anstrengend. Unübersichtlich. Angst einflößend. Besorgniserregend.

Himmel - gut, dass das endlich vorbei ist. Hätten wir gerne so. Ist es natürlich gar nicht. Skrupellose Kriegstreiber, ansteckende Krankheiten, Auswüchse des Kapitalismus, Zerstörung unserer Lebensgrundlagen - nichts und niemand davon schert sich um so etwas wie einen Jahreswechsel. Nehmen wir alles mit ins neue Jahr.

"Gott ist nicht fürs Tagesgeschäft zuständig"

Und Gott? Kann der nicht etwas machen ? Etwas ändern zum Guten? Von Gott heißt es in der Bibel: 1.000 Jahre sind vor ihm wie ein einziger Tag. Also, Gott hat eine komplett andere Zeitrechnung als wir. Ganz andere Dimensionen. Wir sind ihm deswegen nicht einerlei. Aber fürs Tagesgeschäft ist er nicht zuständig.

Es wird auch im neuen Jahr darum gehen, dass wir den Kopf oben behalten. Verantwortlich handeln. Erst nachdenken, dann reden und tun. Mit guten Menschen gemeinsame Sache machen. Helfen, wo wir können. Kämpfen, wo es notwendig ist. Dran bleiben. Dabei ab und zu einen Seufzer gen Himmel schicken ist natürlich okay.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 28.12.2022 | 09:40 Uhr

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