Wie geht das?

Ostereier für den Norden

Mittwoch, 17. April 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 19. April 2019, 11:35 bis 12:05 Uhr

Regenbogen, gold oder marmoriert - die Maschinen können (fast) alles. © NDR/jumpmedienTV GmbH/Eifrisch Vermarktung

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Jedes dritte Ei in Deutschland stammt von Legehennen in Niedersachsen. Vor allem zu Ostern herrscht auf den Höfen und in den Färbereien Hochbetrieb. Die Firma Waden in Prinzhöfte verziert allein fürs Osterfest etwa 40 Millionen Eier. Bis zu 40.000, zumeist weiße Eier, können von Mensch und Maschine in der Stunde "bemalt" werden, dank "Vier-Farben-Dusche" und "Eiertanz im Paternoster".

Wichtig ist das Alter der Hühner

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Rund um die Uhr wird in der Fabrik zu Ostern gefärbt: 40.000 Eier in der Stunde.

Zu Ostern sind auf der Geflügelfarm von Carsten Poppe in Frankenfeld vor allem die jungen Hennen im Legestress. Ab der 20. Lebenswoche haben ihre Eier die härteste Schale, ab der 30. Woche ist die Legeleistung am besten. Nach dem ersten Lebensjahr sind ihre Eier dann in der Regel zu groß und die Eierschale zu porös für die Färbereien.

Gefärbte Eier gibts meist aus Bodenhaltung

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Ausgefallene Hühner-Rassen legen naturbunte Eier.

Die Industrie setzt vor allem auf Bodenhaltung. Gefärbte Bioeier haben sich für die Branche in der Vergangenheit nicht gelohnt. Die Farben der Ostereier gelten als Lebensmittel und unterliegen daher einer strengen EU-Verordnung. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf den bemalten Schalen nicht mehr zu erkennen. Deshalb kontrolliert der Verbraucherschutz jedes Jahr Stichproben in seinem Braunschweiger Labor.

Bei Familie Stütze aus Hasbergen stolziert eine Besonderheit durchs Gehege: Die dort gehaltenen Hennen legen Eier, die von Natur aus bunt sind.

Was symbolisiert das "Osterei"?

Aber warum werden Eier überhaupt bemalt zu Ostern? Zum einen färbten die Christen im frühen Mittelalter Eier rot, um an die Leiden Jesu zu erinnern. Zum anderen wurden die Eier je nach Legezeit farblich markiert, die Farbe war so etwas wie ein historisches Mindesthaltbarkeitsdatum.

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Regenbogen, gold oder marmoriert - die Maschinen können fast alles.

Proteinbombe, Kunstwerk und Symbol der Auferstehung: Im Osterei steckt viel mehr, als viele Menschen wissen. Diese Reportage aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet Ostereier auf ihrem Weg vom Hühnerstall zum Supermarktregal.

Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Leitung der Sendung
Andrea Lütke
Redaktion
Thomas Fischer
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Timo Gramer