Tietjen und Bommes

Freitag, 07. Dezember 2018, 22:00 bis 00:05 Uhr
Samstag, 08. Dezember 2018, 00:50 bis 02:55 Uhr
Montag, 10. Dezember 2018, 02:15 bis 04:20 Uhr
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 01:15 bis 03:30 Uhr

Tietjen und Bommes schauen einander an.

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Bettina Tietjen und Alexander Bommes begrüßen im Studio auf dem Messegelände in Hannover folgende Talkgäste:

Wolfgang Stumph, Schauspieler

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Wolfgang Stumph befindet sich im klassischen Unruhestand.

Stubbe ist zurück! Noch einmal spielt er seine Paraderolle: einen Dresdener Hauptkommissar, den es nach Hamburg verschlagen hat. Am 22. Dezember läuft das Comeback aus dem Ruhestand im ZDF. 2014 war nach 50 Folgen Schluss und "Stumpi" wollte eigentlich "anfangen mit aufhören", sich mehr um die Familie kümmern, sein Enkelkind und seinen Garten richtig kennen lernen. Doch daraus wurde nichts. Er befindet sich im klassischen Unruhestand und hat sich vom Schauspieler zum Filmemacher gemausert. In seinen MDR-Dokumentationen trifft er ehemalige DDR-Bürgern, die ihr Glück in der Ferne gefunden haben. Dafür ist er nach Vietnam, Kanada und Irland gereist. Zum 30-jährigen Jubiläum der Maueröffnung im nächsten Jahr sucht er gerade für seine neue Doku "Grenzenlos" Menschen, die sich auf Pressefotos wiedererkennen, die damals um die Welt gingen. Wie ist es den Jugendlichen ergangen, die auf der Mauer tanzten? Wie dem Paar, das im Trabi durch den Checkpoint Charly fuhr? Haben sie ihr Glück gefunden? Wie immer mit Herzblut bei der Sache, macht Wolfgang Stumph auch hier seinem Motto alle Ehre: Da wo Stumph drauf steht, ist auch Stumph drin - kompromisslos und leidenschaftlich.

Ulrike Folkerts, Schauspielerin

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Ulrike Folkerts spielt seit 30 Jahren Kommissarin Lena Odenthal im "Tatort".

Weihnachtsevergreen trifft auf Kultsendung: Zwei Klassiker vereinen sich am Zweiten Adventssonntag nach der "Tagesschau". Denn "Vom Himmel hoch" ist nicht nur eines der beliebtesten Weihnachtslieder, sondern auch der Titel des neuen "Tatort" mit Ulrike Folkerts. "Die Figur ist untrennbar mit mir verbunden", sagt die 57-Jährige, die sich für das nächste Jahr auf ein großes Jubiläum vorbereitet: 30 Jahre spielt sie dann Kommissarin Lena Odenthal, Kripo Ludwigshafen. Eine Rolle, die mittlerweile länger dauert als ihr halbes Leben. Doch Ulrike Folkerts lässt sich nicht nur auf ihre Rolle im "Tatort" begrenzen: Um Horizonterweiterung im kulturellen Sinne geht es bei einem ihrer vielen Engagements. 2006 gründet sie mit ihrer Lebensgefährtin in Berlin den Verein "Kulturvoll" mit dem Ziel, Kindern aus sozial benachteiligten Familien Kunst und Kultur nahezubringen. Kreativität und Fantasie sollten keine Grenzen kennen - bei niemandem.

Vom Himmel hoch kommt Ulrike Folkerts zwar nicht nach Hannover, aber immerhin aus ihrer Wahlheimat Berlin. Mit Hannover verbindet die Schauspielerin nicht nur intensive persönliche Erinnerungen, sondern auch die ein oder andere Grenzerfahrung an der Schauspielschule.

Sebastian Fitzek, Schriftsteller

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Sebastian Fitzek wurde als erster deutscher Autor mit dem "Ripper Award" ausgezeichnet.

Eine Woche nach Erscheinen landen seine Thriller garantiert auf Platz 1 der Beststellerliste. Sebastian Fitzeks Erfolg kann einem unheimlich sein. Kurz die Zahlen: Fitzek hat in zwölf Jahren 18 Bücher geschrieben, mit einer Auflage von zehn Millionen ist er im Moment der meistverkaufte Schriftsteller Deutschlands und seine Werke werden in 24 Sprachen übersetzt. 2016 wird er als erster deutscher Autor mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur, dem "Ripper Award", ausgezeichnet. In seinen Büchern herrscht eine düstere, fast albtraumhafte Atmosphäre. Psychopathen treiben ihr oft unvorstellbares Unwesen. Wenn der Leser denkt, schlimmer geht's nimmer, setzt Fitzek noch einen drauf. Seine Fantasie scheint grenzenlos. Wie muss man eigentlich gestrickt sein, um solch dunkle Gedanken zu entwickeln? Fitzek, 47, geboren in Berlin, Familienvater, kann weder mit einer schrecklichen Kindheit noch einer Drogenkarriere aufwarten. Sein Leben: ganz normal, ja gänzlich unglamourös. "Autoren müssen Weicheier sein, weil sie sonst Ängste nicht glaubhaft beschreiben könnten", sagt der bodenständige Thriller-Autor. Ob seine Frau noch neben ihm einschlafen kann und wie seine Kinder auf eine Gutenachtgeschichte von Papa reagiert haben, wollen wir wissen vom schrecklich netten Herrn Fitzek.

Max Giesinger, Sänger

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Max Giesinger kommt bei 180 Konzerten im Jahr kaum mehr zur Ruhe.

Sein Weg ist ein Beispiel dafür, dass sich Beharrlichkeit auszahlt. Angefangen hat alles mit Gitarrenunterricht im Alter von zehn Jahren. Sein Gitarrenlehrer hilft  ihm damals, seine Grenzen zu überwinden und bringt ihn dazu, zur Gitarre auch zu singen. Das führt Max Giesinger schließlich bis nach Australien, wo er sich mit Straßenmusik über Wasser hält. Zurück zu Hause bewirbt er sich erfolglos an der Popakademie, belegt dann aber 2011 den vierten Platz in der Castingshow "The Voice Of Germany". Doch der Ruhm ist schnell Geschichte: Er lässt einen Plattenvertrag platzen und will die Musikkarriere fast aufgeben. Doch 2016 ist sein Jahr! Er stürmt die Charts mit der EM-Fußballhymne "80 Millionen" und dem Song für alle alleinerziehenden Mütter "Wenn sie tanzt". Der Durchbruch ist geschafft. Jetzt, mit 30 Jahren und 180 Konzerten im Jahr kommt er kaum noch zur Ruhe. Am 23. November ist sein neuestes Album "Die Reise" erschienen - eine Momentaufnahme der vergangenen zweieinhalb Jahre mit allen Höhen und Tiefen. Bei uns singt er live den emotionalen Song "Wenn ich leiser bin".

lldikó von Kürthy, Bestsellerautorin

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Ildikó von Kürthy will sich über Älterwerden und Wetter nicht aufregen.

Ihr Erfolgsrezept: Normalität, denn von ihrem Wesen her sei an ihr absolut nichts besonders, sagt sie. lldikó von Kürthy eine Durchschnittsfrau? Überdurchschnittlich gut sind jedenfalls die Verkaufszahlen ihrer Bücher: Mit mehr als sieben Millionen Exemplaren zählt sie zur Riege der meistverkauften deutschen Autorinnen. Es beginnt 1999 mit "Mondscheintarif", ihrem ersten Bestseller. Vor drei Jahren beschreibt sie in "Neuland" ihre diversen "grenzwertigen" Selbstoptimierungs-Experimente und im vergangenen Jahr schildert sie in "Hilde" ihr Leben als "Frauchen" einer Minigolden-Doodle-Hündin. Anfang des Jahres hat Ildikó von Kürthy die magische Altersgrenze von 50 erreicht. Etwas, was sie mit Stolz gefeiert hat und gelassen sieht: "Über das Älterwerden und über das Wetter sollte man sich nicht aufregen. Zumindest nicht ab einem gewissen Alter." Ihr alles andere als "gewöhnlicher" Blick auf die Welt mündet alle 14 Tage in einer Frauenzeitschrift-Kolumne, treffend überschrieben mit "Problemzonen". Darin Themen wie: "Wo kommt guter Geschmack her - und warum habe ich keinen?", "Fluchen ist Verdauung für die Seele" oder "Ich habe schon alles. Ich will aber trotzdem ein Weihnachtsgeschenk!"

Insa Thiele-Eich und Gerhard Thiele, angehende Astronautin und Ex-Astronaut

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Insa Thiele-Eich und Gerhard Thiele haben das Buch "Astronauten - Eine Familiengeschichte" geschrieben.

"E.T.", "Star Wars", "Gravity" - Filmemacher prägen schon seit Jahrzehnten ein Bild von der unbekannten Welt im All. Einer, der schon einmal da war, ist Dr. Gerhard Thiele. 18 Jahre ist es her, dass der heute 65-Jährige mit dem Space Shuttle "Endeavour" für elf Tage die unendlichen Weiten erobert hat - eine Reise, auf die er zwölf Jahre gewartet hatte. "Aufzugeben war für mich keine Option. Ich wollte die Grenzen des Menschenmöglichen testen", sagt der ehemalige Astronaut. 

Den Start des Shuttles hat seine älteste Tochter Dr. Insa Thiele-Eich aus nächster Nähe miterlebt. "Der Beruf meines Vaters war bei uns zu Hause Normalität", sagt die Meteorologin. Normalität ist auch, dass Deutschland zwar mit elf Astronauten innerhalb Europas die stärkste Raumfahrtnation bildet, es jedoch, trotz Bewerbungen, bisher keine Frau in ihre Reihen geschafft hat. Die dreifache Mutter Insa Thiele-Eich könnte das demnächst ändern. Gerade lässt die 35-Jährige sich im Rahmen einer privaten Initiative zur Astronautin ausbilden und ist eine von zwei möglichen Kandidatinnen aus Deutschland, die zur Raumstation ISS fliegen könnten. "Das wäre eine mentale und körperliche Grenzerfahrung, die ich erleben möchte!" sagt sie. Über diesen großen Traum haben Vater und Tochter nun das Buch "Astronauten - Eine Familiengeschichte" geschrieben.

Hilde Gerg, ehemalige Skirennläuferin

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Hilde Gerg hat für "Ewige Helden - Die Winterspiele" Dreharbeiten bei minus 25 Grad mitgemacht.

"Saukalt", das ist das Erste, was der ehemaligen Skirennläuferin Hilde Gerg einfällt, wenn sie an die Dreharbeiten von "Ewige Helden - Die Winterspiele" denkt. Im Dezember startet die erste Winterausgabe des TV-Formats, in dem sieben ehemalige Profisportler in zahlreichen Wettkämpfen gegeneinander antreten und an ihre körperlichen Schmerzgrenzen gehen. Die 43-Jährige hat sich dieser Herausforderung in Lappland bei bis zu minus 25 Grad gestellt. Hilde Gerg agierte auch im Wettkampf jahrelang nach dem Motto "No Limits". 20 Weltcup-Siege, sechs WM- und Olympische Medaillen - ihr Karrierehöhepunkt: Gold im olympischen Slalom vor 20 Jahren in Nagano. "Als Sportler gehst du nicht an deine Grenzen - du verschiebst sie und versuchst Schritt für Schritt, sie weiter auszudehnen", sagt sie. Hilde Gerg kennt Kurven, Hürden und Verluste auch aus ihrem Privatleben. Vor acht Jahren verstarb ganz unerwartet ihre erste große Liebe und Vater ihrer zwei älteren Kinder, der Skitrainer Wolfgang Graßl. Mittlerweile ist sie wieder verheiratet und wurde vor drei Jahren zum dritten Mal Mutter.

Redaktionsleiter/in
Anke Haverkemper
Moderation
Bettina Tietjen
Alexander Bommes
Produktionsleiter/in
Urs Schilke
Autor/in
Birte Edye
Leonie Kampmeyer
Tanja Wilberding
Aufnahmeleitung
John-Olaf Stute
Regie
Dirk Sander
Kamera
Jan Lamersdorf
Bildmischung
Philipp Motloch
Bildingenieur
Jan Moeller
Ton-Ingenieur
Sven-Eric Goda
MAZ-Technik
Marie Andresen
Beschallung
Jens Bodenstein
Studiomeister
Thorsten Remstedt
Requisite
Helene Montag
Maske
Uschi Reinartz
Anke Saurin
Silke Reichert-Wasner