Stand: 15.08.2013 11:00 Uhr Archiv

Wer richtet die Drehorte der Pfefferkörner ein?

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Ausstatter Nils Tünnermann ist seit über zehn Jahren bei den Pfefferkörnern.

Nils Tünnermann ist seit mehr als zehn Jahren als Ausstatter dabei. Er ist eigentlich immer mit den Pfefferkörnern beschäftigt, auch wenn gerade nicht gedreht wird. Durch Gespräche, Erlebnisse auf der Straße, Zeitunglesen und das Internet wird er auf Themen aufmerksam und weiß, was bei Kindern "in" ist und was sie zurzeit beschäftigt. Vor einigen Jahren war Nils Stuntman, Kunstflieger und hat Architektur studiert. Dadurch bringt er natürlich jede Menge Erfahrungen mit.

Bei der Motivsuche, also wenn er nach geeigneten Orten für die Szenen sucht, überlegt der Hamburger genau, welche Anforderungen der Ort erfüllen muss. Es muss alles dramaturgisch, also zur Geschichte und dem Drehbuch passen: wenn eine Fabrikhalle gewünscht wird, ist es für ihn auch wichtig zu wissen, ob dort eine Party gefeiert werden soll oder ob es um ein geheimnisvolles Versteck geht.

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Ausstatter Nils Tünnermann freut sich, dass er im Fundus die passenden Requisiten gefunden hat.

Viele Arbeiten laufen gleichzeitig, schon fünf bis sechs Wochen vor Drehstart trägt Nils Requisiten zusammen, organisiert, gestaltet und koordiniert seine Helfer. "Manchmal besorge ich wirklich außergewöhnliche Dinge", verrät er. Für den aktuellen Dreh musste er Geweihe und ein Bärenfell finden. Da bedient sich der Ausstatter im Fundus, dort werden viele Gegenstände, zum Beispiel Kostüme und Requisiten, gesammelt und aufbewahrt oder Nils bekommt Hilfe von Privatleuten. Für die neunte Staffel hat Nils ein Architektenbüro fachkundig eingerichtet mit Papieren und Modellen, die er an der Uni von Architektur-Studenten bekommen hat.

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Nils muss eine Wurst finden, die nur lecker aussieht, aber keinen Hund interessiert.

Jetzt liegt in seinem Büro das Foto von einem Würstchen auf dem Tisch. "Für unseren aktuellen Dreh brauche ich eine Wurst, die ein Hund im Maul tragen soll. Aber wenn ein Hund eine Wurst im Maul hat, passiert es sehr schnell, dass er sie frisst oder zumindest durchbeißt. Um das zu vermeiden, darf es eben keine echte Wiener sein. Und jetzt gucke ich, woher ich eine künstliche Wurst bekomme."

Und dann geht es noch ein bisschen weiter um die Wurst. "Wenn im Drehbuch steht, dass ein Schauspieler in einen Hundehaufen treten soll, ist das ja ziemlich eklig. Und stinkt." Da hat Nils Mitleid und macht einen Hundehaufen aus - Schokoladenpudding!