Stand: 18.09.2020 16:18 Uhr

GlaxoSmithKline / Sanofi

Name des Impfstoffs: ?

Art: Protein-basierter Impfstoff

Webseite: GSK / Sanofi

Die britische Firma GlaxoSmithKline (GSK) und das französische Unternehmen Sanofi haben im April bekannt gegeben, zusammen an einem Corona-Impfstoff arbeiten zu wollen. Finanziell unterstützt werden sie dabei von der US-Behörde BARDA.

Im September haben sie eine erste klinische Prüfung gestartet. Insgesamt 440 Probanden sollen an der kombinierten Phase-1/2-Studie teilnehmen. Sollten die Ergebnisse positiv sein, wollen die Unternehmen im Dezember eine Phase-3-Studie beginnen - mit dem Ziel, eine Zulassung für den Impfstoff im ersten Halbjahr 2021 zu bekommen. Nach eigenen Angaben könnten sie dann bis zu einer Milliarde Dosen bis Ende des Jahres produzieren.

Die Unternehmen haben im Juli eine Liefervereinbarung mit den USA über 100 Millionen Dosen und der Option für weiter 500 Millionen getroffen. Im September haben sie einen Vertrag mit der EU-Kommission für 300 Millionen Einheiten geschlossen.

Die Jagd nach dem Impfstoff
Forscher in weißen Kitteln klettern einen Berg hoch, auf dessen Spitze eine Spritze steht.

Wann sind die Forscher am Ziel?

Forscher weltweit arbeiten unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Der NDR berichtet über aktuelle Entwicklungen und gibt einen Überblick über den Stand der Forschung. mehr

Anmerkung: Die Liste umfasst Projekte, die laut WHO mindestens in Phase 2 sind sowie des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Normalerweise laufen bei der Entwicklung von Impfstoffen die Phasen nacheinander ab - aktuell jedoch oft gleichzeitig, um den Prozess zu beschleunigen. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat zudem erste Zulassungsverfahren gestartet, während die Phase-3-Studien noch liefen ("rolling review"). Der Impfstoff des Gamaleya-Instituts wurde in Russland bereits vor dem Start der Phase 3 für einen Einsatz zugelassen.

Redaktioneller Hinweis

Viele Forschungseinrichtungen und Firmen weltweit suchen nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Allerdings ist es teils schwierig, unabhängige Informationen zu den Projekten zu erhalten. Manche Teams haben bereits Daten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht, die andere Experten beurteilen können. Zu anderen Impfstoff-Kandidaten ist wenig bekannt, manches nur aus Pressemitteilungen der beteiligten Unternehmen. Eine Prüfung der Daten und Methoden ist dann kaum möglich.

Dieses Thema im Programm:

Panorama - die Reporter | 02.02.2021 | 21:15 Uhr