Stand: 08.10.2020 14:39 Uhr

DZIF - Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Name des Impfstoffs: ?

Art: Vektor-Impfstoff

Webseite: DZIF

Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) arbeiten an drei Standorten an einem möglichen Impfstoff gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2: in München, Marburg und Hamburg. Anfang Oktober haben sie die Genehmigung für die ersten klinischen Tests erhalten. Diese Phase-1-Studie wird von der Infektiologin Marylyn Addo am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf geleitet. Hergestellt wird der Impfstoff von der Firma IDT Biologika in Dessau, gefördert von der Bundesregierung mit 114 Millionen Euro.

Auf einer Pressekonferenz des Bundesforschungsministeriums teilte das Unternehmen mit, es strebe an, die Studien bis Ende 2021 abzuschließen, um dann eine Zulassung für den Impfstoff zu beantragen.

Die Forscher*innen des DZIF haben in den vergangenen Jahren unter anderem an Impfstoffen gegen ein anderes Coronavirus, das MERS-Virus, sowie gegen das Ebolavirus gearbeitet.

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Anmerkung: Die Liste umfasst Projekte, die laut WHO mindestens in Phase 2 sind sowie des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Normalerweise laufen bei der Entwicklung von Impfstoffen die Phasen nacheinander ab - aktuell jedoch oft gleichzeitig, um den Prozess zu beschleunigen. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat zudem erste Zulassungsverfahren gestartet, während die Phase-3-Studien noch liefen ("rolling review"). Der Impfstoff des Gamaleya-Instituts wurde in Russland bereits vor dem Start der Phase 3 für einen Einsatz zugelassen.

Redaktioneller Hinweis

Viele Forschungseinrichtungen und Firmen weltweit suchen nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Allerdings ist es teils schwierig, unabhängige Informationen zu den Projekten zu erhalten. Manche Teams haben bereits Daten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht, die andere Experten beurteilen können. Zu anderen Impfstoff-Kandidaten ist wenig bekannt, manches nur aus Pressemitteilungen der beteiligten Unternehmen. Eine Prüfung der Daten und Methoden ist dann kaum möglich.

Dieses Thema im Programm:

Panorama - die Reporter | 02.02.2021 | 21:15 Uhr