Ostseereport

Sonntag, 26. Dezember 2021, 18:00 bis 19:00 Uhr

Hans Christian Andersen: Der "Ostseereport" zeigt, was den Schriftsteller so besonders gemacht hat und warum seine Märchen bis heute eine große Inspirationsquelle für ganz unterschiedliche Menschen sind.

Er war ein Genie im Umgang mit Worten, Papier und Schere. Er ist, ungewöhnlich für seine Zeit, durch die halbe Welt gereist. Er hatte Schuhgröße 47 und ein unbändiges Interesse an Wissenschaft. Hans Christian Andersen (1805 – 1875) war so viel mehr als ein einfacher Märchenerzähler. Altes Wissen und neue Erkenntnisse über sein Leben und seine Werke machen ihn bis heute zur Inspirationsquelle für Künstler*innen, Köch*innen und Wissenschaftler*innen.

Andersen als Inspirationsquelle der Königin

Sogar die dänische Königin Margrethe II. wurde von Andersen inspiriert. Als sie erneut den Vorsitz im Bühnendesignteam am Tivoli Theater in Kopenhagen übernommen hatte, war ihr wichtig, dass es modern werden sollte und trotzdem nah an der Version von HCA. Die Monarchin ist bekannt für ihr künstlerisches Talent und großer Fan des Schriftstellers. Für das Ballett "Die Schneekönigin" entwirft sie bereits zum zweiten Mal Kostüme und Bühnenbild.

In ganz Kopenhagen findet man zur Weihnachtszeit die Herzen von Andersen. Seine Geschichte ist präsent, sogar einen eigenen Touristengeschenkeshop hat man dem Schriftsteller gewidmet. Und im Sommer wurde in seiner Geburtsstadt Odense ein neues H. C. Andersen Haus eröffnet, von einem japanischen Architekten gebaut.

Eine Ausstellung ganz besonderer Stücke

In Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen gibt es übrigens gleich drei Meerjungfrauen. Die sehr bekannte kleine Meerjungfrau, eine genmodifizierte Meerjungfrau mit drei Beinen und deformiertem Kopf und die Meerjungfrau-Statue vor dem Black Diamond. In dem Neubau der königlichen Bibliothek werden seit Mai drei der wertvollsten Erbstücke des Künstlers ausgestellt. Das Manuskript eines Märchens, ein Tagebuch seiner Reise nach Konstantinopel und ein Scherenschnitt. Ihr Wert ist kaum zu beziffern. Anhand einer Tintenprobe wissen die Konservatoren, wie viel Licht eine Seite verträgt, bevor sie verblassen würde. Alle sechs Monate wird unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen umgeblättert. Und das "Ostseereport"-Team durfte dabei sein.

Weitere Informationen
Blick zwischen Holzbalken auf das zukünftige Hans-Christian-Andersen-Museum © dpa Bildfunk Foto: Steffen Trumpf

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Moderation
Kristin Recke
Redaktion
Martina Gawaz
Produktionsleiter/in
Angela Hennemann
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen

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