Sommer an Islands Fjorden

Mittwoch, 24. Juli 2019, 15:15 bis 16:00 Uhr

Islands Westfjorde sind eine abgelegene Region. Die Halbinsel im nördlichen Eismeer war jahrhundertelang fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten und nur über das Wasser zu erreichen. Heute gibt es zwar Straßen. Doch das Gebiet am Polarkreis ist noch immer dünn besiedelt und touristisch kaum erschlossen. Der Film zeigt die grandiose Landschaft der Westfjorde und erzählt vom Leben der isländischen Fischer und Bauern in diesem äußersten Winkel des Landes.

Da ist der 80-jährige Seemann Elias, der einst einen Riesenfisch aus dem Meer gezogen hat. Der Alte fährt noch immer raus, um Kabeljau zu fangen. Landwirt Thordur hat gleich mehrere Jobs. Er züchtet Islandpferde und legt als Postbote dreimal in der Woche 500 Kilometer zurück, um seinen Nachbarn im fast menschenleeren Norden Briefe und Pakete zu bringen. Viele der Einsiedler bewirtschaften die Höfe ihrer Vorfahren, so wie die Schäferin Betti, die mit ihrem neunjährigen Sohn vollkommen abgeschieden in der Wildnis lebt. Ganz allein versorgt sie die 120 Schafe und fährt ihr Kind täglich 50 Kilometer zur Schule.

Fischer, Bauern und eine grandiose Landschaft

Die Filmemacherinnen besuchen auch den Eiderbauern Jon, auf dessen Felseninseln im Sommer Tausende von Eiderenten brüten. Die Daunen, mit denen die Weibchen ihre Nester ausstaffieren, sind ein seltenes und kostbares Naturprodukt. Die Bauern ernten den wertvollen Rohstoff und schützen umgekehrt die Eiderenten vor ihren natürlichen Feinden wie Möwe oder Fuchs. Der Film begleitet die Daunensammler in den Brutgebieten und zeigt auch, wie die Bauern in den hellen Polarnächten auf Fuchsjagd gehen. Für Jon ist die Eiderdaunenwirtschaft eine "wunderbare Symbiose zwischen Mensch und Wildvogel".

Redaktion
Wolf Lengwenus
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Claudia Dejá
Gabi Haas
Redaktion
Ralf Quibeldey