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Der Zauber des Grand Canyon - Die berühmteste Schlucht der Welt

Donnerstag, 26. Januar 2023, 20:15 bis 21:00 Uhr
Sonntag, 29. Januar 2023, 14:30 bis 15:15 Uhr

Millionen Jahre ist er alt und von überwältigender Schönheit: der Grand Canyon, die berühmteste Schlucht der Welt. Er gehört zu den großen Naturwundern der Erde: Der US-Präsident Theodore Roosevelt erklärte ihn 1908 zu einem National Monument. Der Grand Canyon ist zu jeder Jahreszeit ein magischer, atemberaubender Ort.

Blick in den Grand Canyon © NDR/Frank Bergfeld
Immer wieder atemberaubend: Der Blick in den Grand Canyon

Das Filmteam geht auf eine Reise in eine weitgehend unbekannte Welt, auf der es Menschen, die am Grand Canyon leben, kennenlernt und entdeckt dabei Geheimnisse der größten Schlucht der USA, die der Colorado River bis zu 1800 Meter tief in den Sandstein gespült hat.

Rinderzucht am Rand des Canyons

Donny Johnson ist Cowboy mit Leib und Seele. Auf der Familienranch werden seit sieben Generationen Rinder gezüchtet. © NDR/Frank Bergfeld
Donny Johnson ist Cowboy mit Leib und Seele.

Die Dokumentation beginnt auf der Ranch von Familie Johnson am Nordrand des Canyons. Hier züchtet sie in siebter Generation Rinder. Auch heute arbeiten alle erwachsenen Familienmitglieder zu Pferd mit den Rindern wie vor 150 Jahren.

Der Planetologe und Astrophysiker Prof. David Koerner spielt so oft es geht Geige direkt an der Felskante des Südrands. Die Mischung von Natur und Musik ist für ihn wahre Poesie.

Professor David Koerner ist Planetologe und Astrophysiker. Seine große Passion ist das Geigespielen. In jeder freien Minute kommt er an den Grand Canyon und spielt. © NDR/Frank Bergfeld
Professor David Koerner liebt die Mischung von Natur und Musik.

Prof. Karl Karlstrom, Geologe an der Universität New Mexico, hat sich sein Leben lang mit dem Grand Canyon beschäftigt. In der gesamten Formation der Gesteinsschichten des Canyon ist die älteste 1,8 Milliarden Jahre alt. "Geologische Zeit ist der Schlüssel zur Evolution der Erde und des Lebens, das ist die Aufgabe, die die Menschheit bewältigen muss, wenn sie verstehen will, woher wir kommen", sagt Prof. Karlstrom.

Feldstudien der Geologie

In jahrelanger Kleinarbeit im Sediment hat Prof. Karlstrom herausgefunden, dass Teile des Canyons noch relativ jung sind, statt der angenommenen 70 Millionen Jahre sind es nur fünf bis sechs Millionen Jahre. Zurzeit arbeitet er wieder "in the field". In seinem Forschungsgebiet mitten in der Schlucht klopft er die Sedimente ab und beobachtet die wechselnden Farben der Gesteinsschichten.

Seine Ehefrau, Prof. Laura Crossey, ist Geochemikerin. Ihr Spezialgebiet ist der Colorado River und die mehr als 1000 Quellen, die im Canyon entspringen und in den Fluss fließen. Regelmäßig prüft sie die Qualität des Wassers.

Das besondere Morgenlicht am Grand Canyon

Die Malerin Serena Supplee kommt immer in den frühen Morgenstunden an den Grand Canyon. Dafür fährt sie mitten in der Nacht von ihrem Zuhause in Utah los. © NDR/Frank Bergfeld
Die Malerin Serena Supplee kommt immer in den frühen Morgenstunden an den Grand Canyon. Dafür fährt sie mitten in der Nacht von ihrem Zuhause in Utah los.

Malerin Serena Supplee kommt aus Utah zum Südrand des Grand Canyon. Schon frühmorgens sitzt sie am Rand des Canyon und zeichnet. Das Licht ist niemals gleich. Und so sieht sie die unterschiedlichen Gesteinsschichten des Canyon in immer neuen Farben. Seit 40 Jahren ist sie fasziniert vom Grand Canyon. Die Vorlage ihrer bunten Ölgemälde sind immer Kohlezeichnungen, nicht etwa Fotos wie bei anderen Malern. Alle großformatigen Bilder müssen einmal am Grand Canyon stehen, wenn sie fertig sind. "Das ist dann eine Art Taufe", sagt Serena.

Mule Wranglers nennt man die Muliführer, die um 5.00 Uhr morgens die Tiere für den täglichen Ausflug in den Canyon rüsten. Hier sieht es noch genauso aus wie 1906, als der Stall gebaut wurde. Früher nannte man ihn die "Transportabteilung".

Fliegenfischen am Colorado River

Natalie Jensen arbeitet als Angelscout auf dem Colorado River. Vor einigen Jahren kam die passionierte Fliegenfischerin privat hierher und verliebte sich spontan in den Fluss. Schon als kleines Kind lernte sie vom Großvater alles über das Fischen. Seit 2006 zeigt sie Anglern die richtigen Stellen für die Regenbogenforellen. Die Scouts kennen den oberen Teil des Flusses und sehen überall nach dem Rechten.

Mit der Grand Canyon Railway zur Schlucht

Chuck Erler ist Lokführer auf der einzigen Zugverbindung zum Grand Canyon. Nach seiner Armeezeit fing er als Mechaniker an und wurde schnell Lokführer. Vom 3000-Einwohner-Städtchen Williams an der alten Route 66 führt die Grand Canyon Railway nonstop an Amerikas berühmteste Schlucht. Zwischen 1901 und den späten 1960er-Jahren war der Zug die einzige Verbindung und die Lebensader zum Canyon. Dann kam der Autoboom, 1968 wurde die Bahn stillgelegt. Doch seit Ende der 1980er-Jahre fährt die historische Bahn wieder durch einen Teil des alten sogenannten Wilden Westens.

Der Film widmet sich der atemberaubenden Naturlandschaft des Grand Canyon Nationalparks und den Menschen, die in seiner Umgebung leben.

Autor/in
Elke Bille
Kamera
Frank Bergfeld
Larry Hendricks
Ton
Carsten Windt
Schnitt
Michael Schlatow
Sprecher/in
Jonas Frank
Redaktion
Silvia Gutmann
Kathrin Bronnert
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg

Im Anschluss:

Ein Strand mit Palmen und türkisblauem Meer. © NDR/docstation/Marco Berger

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