Expeditionen ins Tierreich

Wildes Südafrika - Kap der Extreme

Mittwoch, 13. Juni 2018, 20:15 bis 21:00 Uhr

Südafrika ist ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Zwei Weltmeere treffen dort aufeinander, es gibt Pinguine, Löwen, Wale und Delfine, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile.

Wie kommt es zu solcher Artenvielfalt auf einem so begrenzten Raum? Die dreiteilige Reihe "Wildes Südafrika" geht dem Geheimnis auf den Grund!

In der ersten Folge dreht sich alles um das "Kap der Extreme"

An Südafrikas Kap prallen der eiskalte, nährstoffreiche Benguelastrom und das warme Wasser des Agulhasstroms aus den Tropen aufeinander. Ein Wechselbad für alle, die hier leben. Strauße spazieren am Ozean entlang, sogar Pinguine haben das Kap für sich erobert. Sie wissen die fischreichen, kalten Gewässer zu schätzen.

Die Temperatur-Tricks der Pinguine

Doch einmal im Jahr müssen sie an Land, um zu brüten. Und am Strand herrschen glühend heiße Temperaturen. Während Pinguine in der Antarktis ihre Eier vor Eiseskälte schützen müssen, drohen sie in Südafrika zu überhitzen. Schon der Nestbau stellt das Männchen vor manche Herausforderung. Doch warum sollte es weit durch den heißen Sand laufen, um eigenes Nistmaterial sammeln, wenn nebenan alles vorrätig ist? Der Pinguin macht sich am Nest des Nachbarn zu schaffen. Ob das gut geht?

Gefährliche Kindheit für Seebären und Kaptölpel

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Seebären sind eine große Gefahr für die Kaptölpel-Jungen.

Auch das Neugeborene des Südafrikanischen Seebären hat es am Kap nicht leicht. Schon kurz nach der Geburt lässt die Mutter ihr Junges allein, um zu jagen. Allein zurückgelassen auf den nackten Felsen, droht dem Jungtier rasch der Hitzetod. Ein abkühlendes Bad im Meer scheint die Rettung zu sein. Doch das kalte Wasser des Ozeans ist genauso tödlich, denn das Fell der Jungtiere ist noch nicht wasserdicht.

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In der Kaptölpel-Kolonie gibt es derzeit viel Nachwuchs, erkennbar am dunklen Gefieder.

Auch die Kaptölpel müssen sehr früh lernen, dass der Ozean tödliche Gefahren birgt. Seebären lauern darauf, die unerfahrenen Vögel bei ihren Flugübungen im Wasser in die Tiefe zu reißen. Das Leben am Kap der Guten Hoffnung, es kann paradiesisch sein - oder aber zur Hölle werden.

Jungtiere statt Eiablage: Das Kap-Chamäleon verblüfft

Nicht nur die Tierwelt Südafrikas ist einzigartig, sondern auch die Pflanzen sind es: Die Flora am Kap mit ihren farbenfroh blühenden Zuckerbüschen bildet das kleinste von weltweit nur sechs Pflanzenreichen. Mittendrin lebt das Kap-Chamäleon. Das Klima ist für das wärmeliebende Reptil im Grunde zu rau und wechselhaft. Dauerhaft überleben kann das Chamäleon hier nur mit einem Trick: Das Weibchen legt keine Eier, sondern bringt lebendige Jungtiere zur Welt. Ein weiteres der vielen kleinen und großen Naturwunder an Südafrikas Kap der Extreme.

Über die dreiteilige Reihe

Nach dem internationalen Erfolg von "Mythos Kongo" drehten Thomas Behrend und sein Team von Blue Planet Film zwei Jahre lang für die Reihe "Wildes Südafrika". Mit modernster Kameratechnik reisten die Tierfilmer vom Kap bis in die Kalahari, immer auf der Suche nach spannenden und außergewöhnlichen Tiergeschichten am südlichsten Zipfel Afrikas.

Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Regie
Thomas Behrend
Autor/in
Thomas Behrend
Producer
Heike Grebe