Expeditionen ins Tierreich

Unbekanntes Afrika - Kalahari

Mittwoch, 08. Mai 2019, 21:00 bis 21:45 Uhr
Donnerstag, 09. Mai 2019, 06:35 bis 07:20 Uhr

Sieben BBC-Regisseure und 36 erfahrene Kameraleute stellten sich der Herausforderung, eine Naturfilmserie mit Episoden über Afrika zu drehen, die man vorher noch nie gesehen hat. Die Suche nach diesen neuen Geschichten dauerte in einigen Regionen über anderthalb Jahre; nach insgesamt fast vier Jahren Drehzeit ist diese Serie über ein tatsächlich "Unbekanntes Afrika" entstanden.

Eine jahrtausendealte Region

In dieser Folge über die Kalahari im Südwesten Afrikas, eine uralte, seit Jahrtausenden unveränderte Region, erlebt man aus diesem Gebiet vertraute Tiere aus einem völlig anderen Blickwinkel und mit bislang kaum gezeigtem Verhalten.

Dieser Film zeigt den hochdramatischen Kampf zwischen zwei Giraffenbullen, flirtende Spitzmaulnashörner unter Namibias Sternenhimmel und einen jungen Leoparden auf seinem ersten Beutezug, der in seinem jugendlichen Leichtsinn gleich zweimal vom Baum fällt.

Zum anderen werden Geschichten von Tieren erzählt, die durch ihre geringe Größe bislang selten Beachtung fanden. Gelingt es den Blutschnabelweber-Eltern, ihre Jungen vor den riesigen Panzerbodenschrecken zu retten? Die bis zu fünf Zentimeter langen Rieseninsekten sind wild auf Fleisch und wissen sich mit ihrem ätzenden Körpersaft zu wehren, den sie direkt in die Augen ihrer Angreifer spritzen.

Eine uralte Region - aus neuem Blickwinkel

Vogel gegen Erdmännchen

Der Wettstreit zwischen einem Drongo und einem Erdmännchen-Clan ist eher zum Schmunzeln. Der etwa amselgroße Vogel versteht es geschickt, die pfiffigen Mangusten durch falschen Alarm von ihrer Beute, ausgegrabenen Insektenlarven, wegzulocken. Doch die Erdmännchen lernen schnell, ein zweites Mal lassen sie sich nicht foppen. Aber auch für diese Situation hat der Drongo einen Plan. Wer also wird am Ende der Klügere sein?

Weit perfider ist die Absicht einer Wegwespe, ihre Eier in den Körper einer Spinne zu legen. Die Brut braucht zu ihrer Entwicklung Feuchtigkeit, die es aber in der Wüste Namib westlich der Kalahari so gut wie nie gibt. Doch die Spinnenart heißt nicht zu Unrecht Goldene Radspinne. Sie entkommt ihrem grausamen Schicksal mit einem erstaunlichen Trick.

Beeindruckende Luftaufnahmen

Die Geschichten von den tierischen Protagonisten sind in großartige Landschaftsaufnahmen eingebunden, deren oft unvorstellbare Dimensionen sich erst durch zahlreiche Luftaufnahmen erahnen lassen; die Kalahari mit einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Deutschland, oder die daran angrenzende Namib, die sich über 2.000 Kilometer entlang der Südwestküste Afrikas zieht.

Und so gut wie nirgendwo gibt es Wasser, so erscheint es zumindest auf den ersten Blick. Es gehört viel Ausdauer und Einfallsreichtum dazu, die verborgenen Wasserschätze wie unterirdische Seen, versteckte Wasserlöcher, Seenebel oder Trockenflüsse, die ganz gelegentlich mal fließen, aufspüren. Wie die Tiere diese Herausforderung meistern, zieht sich als Thema durch den gesamten Film.

Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Hugh Pearson