Expeditionen ins Tierreich

Mythos Kongo - Fluss der Extreme

Mittwoch, 07. Juli 2021, 20:15 bis 21:00 Uhr

Die Einheimischen nennen ihn den Fluss, der alle Flüsse verschluckt. Tatsächlich ist der Kongo, gemessen an seinen Wassermassen, der zweitgrößte und tiefste Fluss der Erde. Als Rinnsal entspringt er im Norden Sambias, fließt dann gen Westen, wobei er immer mächtiger wird.

Anpassungsfähigkeit ist gefordert

Je gewaltiger der Kongo wird, desto größer sind auch Tiere, die im und am Strom leben. Der Schuhschnabel lauert im dichten Papyrus. Meterlange Pythons gehen auf Bäumen auf Beutejagd, gewaltige Nilpferdbullen kämpfen um die Macht im Wasser. Um am Kongo überleben zu können, müssen sich die Tiere extremen Bedingungen anpassen. Die Evolution hat hier einzigartige Wesen hervorgebracht. Fische mit Lungen, Flügeln oder solche, die an Land jagen gehen.

Ein Schuhschnabel hat einen Lungenfisch erwischt. © NDR/Doclights GmbH/Blue Planet F
Ein Schuhschnabel hat einen Lungenfisch erwischt.

Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewähren der Zweiteiler "Mythos Kongo" und das Making-of "Abenteuer Kongo" Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen unserer Erde.

In der Quellregion im Norden Sambias

Im Nordosten Sambias liegt Bangweulu, eines der größten Sumpfgebiete Afrikas. © NDR/Doclights GmbH/Blue Planet Film
Im Nordosten Sambias liegt Bangweulu, eines der größten Sumpfgebiete Afrikas.

Seine Größe und Kraft ist dem Kongo noch nicht anzusehen, wenn er dem Chambeshi im Norden Sambias entspringt. Einmal im Jahr bietet die Quellregion des Kongos eines der größten Tierschauspiele der Welt: Millionen von Flughunden entern ein winziges Waldstück, um sich mit reifen Früchten vollzufressen. Der Chambeshi fließt nach Bangweulu in ein gigantisches Sumpfgebiet. Verdeckt im Dickicht lebt der Schuhschnabel, der größte Schreitvogel der Erde. Aufrecht stehend ist der Schuhschnabel nahezu so groß wie ein Mensch.

Durch den Urwald der Republik Kongo

Ein Fischer in den Bangweulusümpfen Sambias auf seinem Weg nach Hause. © NDR/Doclights GmbH/Blue Planet Film
Ein Fischer stakst sich durch die in den Bangweulusümpfe.

Dem Fluss folgend geht es in den Dschungel im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Hinter Kisangani wird der Kongo breit und ruhig, haushohe Sandinseln türmen sich im Fluss auf. Durchzogen von kleinen Urwaldflüssen, bilden sie eigene Lebensräume.

Der Kongo-Fluss speist den zweitgrößten Regenwald der Erde. Hier liegt die Heimat der Waldelefanten. Immer wieder zieht es sie an einen einzigen, magischen Ort: die Dzanga Bai. Mit den Elefanten kommen unzählige andere Waldbewohner hierher.

Was macht diesen Ort so besonders? Die Dokumentation "Mythos Kongo" spürt diesen und weiteren Geheimnissen des großen afrikanischen Flusses nach.

Andere Sendungen dieses Themenpakets

Der Silberrücken Makumba führt seit vielen Jahren eine Gruppe Westlicher Flachlandgorillas durch das Dzanga-Sangha Waldreservat. © NDR/Doclights GmbH/Blue Planet Film

Mythos Kongo - Im Reich der Menschenaffen

07.07.2021 21:00 Uhr

Am Kongo leben viele Primatenarten - mit höchst unterschiedlichem Sozialverhalten. mehr

Redaktion
Wolf Lengwenus
Mirja Kaiser
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Thomas Behrend
Regie
Thomas Behrend
Redaktion
Quibeldey, Ralf

Im Anschluss

Der Silberrücken Makumba führt seit vielen Jahren eine Gruppe Westlicher Flachlandgorillas durch das Dzanga-Sangha Waldreservat. © NDR/Doclights GmbH/Blue Planet Film

Mythos Kongo - Im Reich der Menschenaffen

Am Kongo leben viele Primatenarten - mit höchst unterschiedlichem Sozialverhalten. mehr