Expeditionen ins Tierreich

Australien - Im Reich der Riesenkängurus

Mittwoch, 23. Januar 2019, 20:15 bis 21:00 Uhr

Die Wüste ist ihr Reich: Im Herzen Australiens leben die größten Beuteltiere der Erde, Rote Riesenkängurus. Monatelange Trockenheit, glühende Hitze und ein paar trockene Gräser: Um hier überleben zu können, muss man sich etwas einfallen lassen. An skurrilen Strategien mangelt es Australiens Tierwelt nicht, wie dieser Film mit außergewöhnlichen Tieraufnahmen beweist.

Im Inneren des Beutels

Die "Roten Riesen" hüpfen muskelbepackt und auf kräftigen Hinterbeinen durchs Outback. Das ist tatsächlich eine äußerst energiesparende Methode, sich in der Wüste fortzubewegen. Selbst dann, wenn ein Weibchen Nachwuchs mitschleppt: Gut geschützt verbringt das junge Känguru die ersten Lebensmonate in Mutters Beutel mit direktem Zitzenanschluss. Wie bequem oder unbequem es für den Nachwuchs im Kängurubeutel ist, zeigen eindrucksvolle Aufnahmen aus seinem Innern.

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Bei den "Roten Riesen" sind nur die Männchen rotbraun gefärbt.

Wellensittiche sind ebenfalls Anpassungskünstler ans Wüstenleben. Auch ihre Heimat sind die Weiten Australiens. Zu Hunderttausenden stürmen die leuchtend grünen Minipapageien die wenigen Wasserlöcher - ein seltenes Naturschauspiel. Aufgrund der Masse haben Raubvögel kaum eine Chance, einen einzelnen Vogel zu attackieren. Es beginnt eine spannende Jagd.

Achtung, tödliches Gift!

Australien ist nicht nur berühmt für seine Beuteltiere, auf dem roten Kontinent leben auch extrem viele äußerst giftige Tiere. Vor der unscheinbaren Braunschlange sollte man sich nicht nur als Echse oder Maus in Acht nehmen: Ein einziger Biss ist auch für Menschen tödlich. Dennoch gibt es Tiere, die aus der Jägerin eine Gejagte machen: Den Riesenwaran scheint das tödliche Gift der Braunschlange nicht zu interessieren. Er wagt es, sie in ihrem Unterschlupf anzugreifen!

Der Honig der Ameisen

Eine weitere Spezies in der Wüste sind Honigtopfameisen: In guten Zeiten füttern die Arbeiterinnen einige Artgenossen mit süßem Saft, den diese in ihrem Körper speichern. Bewegungslos und prall gefüllt baumeln sie als lebendige "Honigtöpfe" von der Decke des unterirdischen Ameisenbaus. Wird das Futter knapp, geben die "Honigtöpfe" ihre Vorräte wieder ab und bringen den Ameisenstaat über schlechte Zeiten.

Über den Film

Drei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten für die Filmreihe "Australien". Die für den Emmy nominierten Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens Westphalen setzten spezielle Makro- und Superzeitlupen-HD-Kameras ein, um die Tierwelt von Down Under zu porträtieren.

Redaktion
Ralf Quibeldey
Monika Schäfer
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Producer
Susanne Lummer
Autor/in
Thoralf Grospitz
Jens Westphalen