Die Nordreportage: Plötzlich anders einkaufen

Montag, 20. April 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Mittwoch, 22. April 2020, 11:35 bis 12:05 Uhr

Die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus bringt den Alltag komplett durcheinander. Doch es gibt Menschen im Norden, die sich etwas einfallen lassen, sodass trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen die Versorgung mit Lebensmitteln gesichert ist.

Auswirkungen nicht nur für die Supermärkte

Mehl, Hefe und Toilettenpapier sind plötzlich Mangelware in Supermärkten, viele Kundinnen und Kunden stehen vor teils leeren Regalen. Ein Bremer Kaufhaus will das nicht hinnehmen und lässt sich stets etwas Neues einfallen, um die Engpässe zu umgehen und seine Lebensmittelregale zu füllen. Nach dem Motto: Wenn die Ware nicht zu uns kommt, holen wir sie uns eben selbst.

Dass beim Einkaufen plötzlich alles anders ist, hat nicht nur Auswirkungen auf die Supermärkte. Meyer's Windmühle in Bardowick im Landkreis Lüneburg produziert derzeit dreimal so viel Mehl wie sonst und muss trotzdem Anfragen von Großkunden ablehnen. Auch Landwirt Henning Holste kommt mit der Arbeit auf seinem Hof im Landkreis Diepholz derzeit nicht hinterher. Gemüse und Obst müssen geerntet werden. Er tüftelt zusammen mit seiner Frau ständig an Ideen, wie er die Ernte auch mit nur wenigen Erntehelferinnen und -helfern schaffen kann. Denn wegen der Corona-Pandemie dürfen sie nur begrenzt aus anderen Ländern einreisen. Er organisiert alles anders, erfindet neue Pflanzformen, die ihm zumindest ein bis zwei Erntehelfer ersetzen.

Lkw-Fahrer trifft es besonders hart

Gefragte Waren müssen auch nachgeliefert werden, meist per Lkw. Doch die Truckerfahrerinnen und -fahrer trifft das Kontaktverbot besonders hart. Raststätten haben teilweise geschlossen, eine Dusche und warmes Essen sind für sie schwer zu bekommen. Der Autohof Rade an der A1 im Landkreis Harburg hat noch geöffnet, bietet Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern derzeit sogar kostenlos eine Dusche, darf aber die warmen Schnitzel nur per Abholung herausgeben. Essen müssen die Lkw-Fahrer in ihren Trucks. Der Autohof sucht nach Lösungen, wie er die Ruhezeiten für die erschöpften Lkw-Fahrer verbessern kann.

Diese Nordreportage zeigt anhand von Beispielen eines Supermarktes, eines Bauern, einer Mühle und eines Autohofes in Niedersachsen, wie die Betreiberinnen und Betreiber die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie meistern und mit viel Erfindungsreichtum nach Lösungen suchen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auch künftig das einkaufen können, was sie benötigen.

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Produktionsleiter/in
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