Die Nordreportage: Fährfrauen zwischen Ost und West

Montag, 04. November 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Mittwoch, 06. November 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

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Die Nordreportage ist Teil des NDR Themenschwerpunktes "30 Jahre grenzenlos - Wir im Norden". 30 Jahre nach dem Mauerfall begleitet sie zwei Fährfrauen auf dem ehemaligen Grenzfluss Elbe und blickt in die Vergangenheit.

Zwei besondere Frauen, eine besondere Fähre und ein Fluss mit großer Geschichte: Auf der Fähre "Amt Neuhaus" sorgen Betreiberin Petra Wilhelm und ihre Auszubildende Gaby Renz täglich für gute Stimmung.

"Die Fähre ist mein zweites Zuhause"

"Für mich ist das mehr als ein Job. Die Fähre ist mein zweites Zuhause", sagt Petra. Die meisten Fahrgäste kennt sie inzwischen persönlich. Täglich fährt sie auf dem ehemaligen deutsch-deutschen Grenzfluss hin und her. Dabei gibt es längst keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Auf der Fähre sind alle Passagiere gleich, von morgens um fünf bis abends um 23 Uhr.

Von der Kassiererin zur Betreiberin

Das war nicht immer so: Als die Elbfähre zwischen Bleckede und Neu-Bleckede nach dem Mauerfall wieder in Betrieb gegangen ist, war Petra Wilhelm gleich zur Stelle. Sie bekam dort 1990 einen Aushilfsjob als Kassiererin und pendelte fortan täglich zwischen Ost und West. Jetzt sind 30 Jahre vergangen. Petra Wilhelm ist immer noch da, nun als Betreiberin der Fähre.

Schwer bewacht: Arbeit im Sperrgebiet

Als junger Mensch erlebte sie den Kalten Krieg jeden Tag hautnah. Petra war Tierpflegerin und versorgte im Sperrgebiet Kühe und Kälber. "Ich hatte verschiedene Passierscheine und war immer von Soldaten mit geladenen Gewehren umgeben", erzählt Petra Wilhelm.

Spektakulär war ein Grenzkonflikt im Jahre 1966, als ein DDR-Grenzboot ein bundesdeutsches Schiff abdrängte. Noch heute gibt es Fahrgäste in Bleckede, die von der damaligen Zeit erzählen können.

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Leitung der Sendung
Thorsten Hapke
Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Redaktion
Thomas Fischer
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Johann Ahrends