BINGO! - Die Umweltlotterie

Sonntag, 28. Juli 2019, 17:00 bis 18:00 Uhr

Melle blüht auf

Den Wildbienen in Melle bei Osnabrück geht es besonders gut - es gibt nämlich reichlich Futter für sie. 140 Blühwiesen haben viele engagierte Bürger im gesamten Landkreis auf rund 250.000 Quadratmetern Fläche angelegt. Ein wahres Paradies für unsere summenden Freunde. BINGO! Blühwiesen-Botschafter begleitet Kai Behnke, der zeigt, wie das Projekt fortschreitet.

Ann-Kathrin in Hohendodeleben

Landwirt Phillip Krainbring aus Hohendodeleben hatte die Idee: eine Patenschaft für Bienen! Dank der Spenden der Paten ist genug Geld zusammen gekommen, um einen großen Acker in eine bunte Blühwiese zu verwandeln. Mit dem Ergebnis: Mehr Futter und Nistplätze für unsere Wildbienen. Das wollte sich Bienen-Reporterin Ann-Kathrin mal aus nächster Nähe angucken. Eine tolle Idee, vorgestellt bei BINGO!

Ann-Kathrin hakt nach beim Umweltminister

Auch in der Politik muss dringend etwas für Wildbienen und Insekten getan werden. Bienen-Reporterin Ann-Kathrin war zu Gast in Kiel und hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht besucht. Mit im Gepäck: Kritische Fragen zum Wohle der Bienen.

Aktuelle Gartentipps

Tipp 1: Blüten, Blüten, Blüten

Aber die richtigen! Wildbienen brauchen vor allem offene Blüten - Pflanzen mit gefüllten Blüten bieten nicht ausreichend Nahrung. Und speziell gezüchtete Hybridpflanzen produzieren kaum Pollen oder Nektar. Statt hochgezüchteter Edelrosen sind zum Beispiel Wildrosen empfehlenswert.

Die Blumen aus dem Garten-Tipp: Fingerhut und Frauenmantel, der mag sowohl Sonne als auch Schatten. Und heimische Wildstauden wie das Mutterkraut sind hoch im Kurs.

Idealerweise sollte im Garten von Frühjahr bis Herbst ein Nahrungsangebot vorhanden sein. Hummeln sind ja schon sehr früh unterwegs.

Thema Boden: Nicht alles zupflanzen! Sandige Flächen ruhig mal frei stehen lassen. Viele Wildbienenarten sind Bodenbrüter und brauchen Nistplätze.

Tipp 2: Wie wird eine Wildblumenwiese angelegt?

Als Saatgut eignen sich spezielle Wildblumenmischungen. Am besten nimmt man Saatgut aus heimischen Blumensorten. Statt Saat zu kaufen, kann man im Spätsommer auch Samenkapseln von wilden Blumen am Wegesrand einsammeln und ausstreuen.

Bei der Aussaat ist wichtig: das Saatgut nicht einharken oder tief einarbeiten. Auf den Boden streuen und leicht eintreten reicht! Denn viele Wildblumen sind Lichtkeimer. Zu Anfang heißt es wässern, wässern, wässern! Am besten dreimal am Tag, damit die Keimlinge nicht vertrocknen. Anschließend die Fläche einfach in Ruhe lassen.

Die Wiese muss maximal zweimal im Jahr gemäht werden. Danach den Grünschnitt raustragen, sonst bildet sich zu viel Humus für die Pflanzen.

Tipp 3: Bunter Balkon

Bei wenig Platz bieten sich am besten Küchenkräuter an. Lavendel, Bohnenkraut, Thymian, Minze, Basilikum, Küchen-Salbei, Schnittlauch und Zitronenmelisse - da haben Mensch und Biene etwas davon. Immer genug blühen lassen und die Blüten nicht abschneiden! Wichtig ist auch hier, ein Nahrungsangebot bis in den Herbst zu schaffen. Die beliebten Geranien sehen zwar toll aus, sind aber für die Wildbienen nutzlos.

Gewinnzahlen

Bingo! - Gewinnzahlen und Quoten

Die Erträge aus Bingo! kommen Projekten im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zugute. In der Umweltlotterie sind Teilnehmer und Natur gleichermaßen die Gewinner. mehr

Produktionsleiter/in
Jens-Michael Stabenow
Redaktion
Burkhard Bergermann
Moderation
Michael Thürnau
Jule Gölsdorf