Slahi und seine Folterer

Mittwoch, 11. Januar 2023, 22:00 bis 23:30 Uhr

Mohamedou Slahi war 14 Jahre lang in dem US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo Bay interniert. Immer wieder wurde er dort von 2002 bis 2004 gefoltert.

Während seiner Gefangenschaft in dem amerikanischen Lager schreibt Slahi ein Tagebuch über seine Erfahrungen, das später zu einem internationalen Bestseller wird. Er beschreibt sein Wachpersonal und die Folterer, die häufig Masken und Fantasienamen tragen, um unerkannt zu bleiben. Ihre Namen und Gesichter blieben über Jahre ein Geheimnis.

Suche nach dem Folterteam aus Guantanamo

Mohamedou Slahi entspannt sich auf dem Sofa im Haus eines Freundes in Nouakchott, Mauretanien. © NDR/Jörg Gruber
Mohamedou Slahi entspannt sich auf dem Sofa im Haus eines Freundes in Nouakchott, Mauretanien.

2016, nach Slahis Entlassung aus Guantanamo und seiner Rückkehr in seine Heimat Mauretanien, beginnt der investigative NDR Journalist John Goetz, nach Slahis Folterern zu suchen. Ein extremes Vorhaben, denn ihre Identitäten gehören zu den bestgehüteten Geheimnissen des US-amerikanischen Sicherheitsapparates. John Goetz spricht mit Slahi über dessen qualvolle Erinnerungen, um Rückschlüsse auf diejenigen ziehen zu können, die Slahi gefoltert haben.

Nicht nur Slahi leidet an den Folgen seiner Qualen

Die investigative Recherche deckt auf, was tatsächlich in Guantanamo nach den Anschlägen des 11. September passiert ist. Die Dialoge mit den Beteiligten führen zu überraschenden und tief verstörenden Enthüllungen ins dunkle Herz des "Krieges gegen den Terror": ein kritischer Blick auf die Methoden der USA.

Regie
John Goetz
Autor/in
John Goetz
Redaktion
Barbara Biemann
Kathrin Bronnert
Volker Steinhoff
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg

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