Mariss Jansons dirigiert Joseph Haydn

Sinfonia D-dur, Hob. la:7; Symphonie G-dur, Hob. l:88

Sonntag, 08. November 2020, 08:30 bis 09:00 Uhr

Haydn in der Basilika Waldsassen: Ein Höhepunkt der Konzertsaison 2008/2009 des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks war das Konzert im Oktober 2008 unter der Leitung von Mariss Jansons, im hochbarocken Raum der im 17. Jahrhundert errichteten Basilika des Zisterzienserklosters in Waldsassen in der Oberpfalz. Aufgeführt wurden zwei symphonische Werke von Joseph Haydn: die Symphonie in G-dur Hob. I:88 und die Sinfonia in D-dur Hob Ia:7.

Die Symphonie Nr. 88 in G-dur, die Haydn auf der Höhe seiner Meisterschaft im Jahr 1787 schrieb, zählt zu den Höhepunkten der Gattung, die für jedes Orchester eine Herausforderung darstellen, sich technisch und klanglich von der besten Seite zu präsentieren. Haydn komponierte diese Symphonie zusammen mit der Symphonie Nr. 89, um sie über einen bekannten Musiker in Paris gewinnbringend zu verkaufen. Das Geschäft ging schief, aber der Nachwelt blieb eine Symphonie, die von den damals in Paris besonders beliebten Tanzthemen geprägt ist.

Die Sinfonia D-dur stammt aus Haydns Zeit als fest angestellter Kapellmeister des Fürsten Eszterházy. Dort hatte er sich ab 1776 vor allem um die neue Leidenschaft seines Herrn für die Oper zu kümmern. Sein symphonisches Schaffen wurde durch die neuen Aufgaben eingeschränkt, und Haydn nutzte bereits komponierte Musik mehrfach. So diente beispielsweise die Sinfonia in D-dur als Ouvertüre zu einer nicht mehr bekannten Oper, dann erschien sie als Schlusssatz der Symphonie Nr. 53 und schließlich als Kopfsatz der Symphonie Nr. 62.

Redaktion
Christoph Bungartz

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