Hamburger Hafenkonzert

Schifffahrt made in Hamburg: 50 Jahre Hapag-Lloyd

Sonntag, 30. August 2020, 06:00 bis 08:00 Uhr

Das Containerschiff "Berlin Express" der Reederei Hapag-Lloyd läuft in den Hamburger Hafen ein. © dpa

50 Jahre Hapag-Lloyd

Sendung: Hamburger Hafenkonzert | 30.08.2020 | 06:00 Uhr | von Lehmann, Dietrich

Hapag-Lloyd meisterte im Laufe der Jahrzehnte viele Krisen: Ein Blick auf die Geschichte der heute fünftgrößten Reederei der Welt, die 1970 nach der Fusion zweier Konkurenten entstand.

Porträt des Hamburger Reeders Albert Ballin. © picture-alliance / dpa
Albert Ballin (1857-1918) prägte den Satz "Mein Feld ist die Welt".

"Mein Feld ist die Welt" - dieser Wahlspruch des legendären Hapag-Generaldirektors Albert Ballin prangt noch heute in großen Buchstaben im Foyer von Hapag-Lloyd. Das Haus an der Binnenalster ist Sitz der fünftgrößten Reederei Weltweit. Mehr als 200 Schiffe fahren rund um den Globus mit dem orangefarbenen Schornsteinen. 

Zwangsehe der Konkurrenten

Entstanden ist Hapag-Lloyd aus dem Zusammenschluß der langjährigen Konkurrenten Hapag aus Hamburg und des Norddeutschen Lloyd in Bremen. Die Ehe 1970 - nicht ganz freiwillig. Beide Reedereien stehen unter dem Druck, ins beginnende Containergeschäft einzusteigen. Die Fusion ist vor allem für die Bremer schmerzhaft, die Geschicke werden nämlich im Wesentlichen von Hamburg aus gesteuert. Es dauert viele Jahre, bis beide Unternehmen wirklich zusammenwachsen. 

Stadt Hamburg hilft in der Krise

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd liegt am Terminal Burchardkai in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius
Ein Containerschiff von Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen.

Hapag-Lloyd meistert im laufe der Jahrzehnte viele Krisen: Tausende Seeleute und Beschäftigte an Land müssen gehen, um das Überleben zu sichern. Zeitweise muss Hapag-Lloyd sogar Tafelsilber wie das Hauptgebäude am Ballindamm verscherbeln. In den 1990ern und 2000er Jahren wird die Reederei von Hannover aus gesteuert, die Preussag, der heutige TUI-Konzern, übernimmt Hapag-Lloyd, trennt sich aber schon nach wenigen Jahren wieder von der Reederei. Um Hapag-Lloyd in Hamburg zu halten steigen die Stadt Hamburg, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und Hamburger Finanzinvestoren ein. 

Durch mehrere Fusionen und Übernahmen wächst Hapag-Lloyd stark - und meistert die Corona-Krise bislang außergewöhnlich gut. 

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