Stand: 24.06.2014 14:30 Uhr

Gauck wird Schirmherr des "Dvořák-Experiments"

Bundespräsident Joachim Gauck im Porträt © picture-alliance
Der Schirmherr des "Dvořák-Experiments": Joachim Gauck.

Bundespräsident Joachim Gauck übernimmt die Schirmherrschaft für das "Dvořák-Experiment". In der Zusage des Bundespräsidialamtes heißt es: "Dem Bundespräsidenten ist die musikalische Bildung als Teil der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Aus diesem Grund begrüßt er Projekte, deren Ziel es ist, jedem Kind - gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft - den Zugang zur Welt der Musik zu ermöglichen."

Das große Finale am 19. September

Das einzigartige Konzertereignis, das "Dvořák-Experiment", findet am 19. September 2014 statt. Dann spielt das NDR-Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock Antonín Dvořáks Sinfonie Nummer 9 "Aus der neuen Welt".

Das 75 Minuten lange Konzert wird bundesweit von allen Kulturradios der ARD live übertragen. Außerdem gibt es das Konzert als Audio-Livestream sowie als Video-Livestream von ARTE-Concert im Internet. Bei diesem Projekt kooperiert die ARD mit dem Deutschen Musikrat.

Schulklassen können sich noch anmelden

Lutz Marmor, NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender, sagte: "Ich freue mich sehr. Bundespräsident Gauck gibt diesem wichtigen und anspruchsvollen Projekt zusätzlich Rückenwind." Zahlreiche Schulklassen aus ganz Deutschland haben sich bereits angemeldet, die das Konzert in der Schule verfolgen wollen. Marmor hofft, dass sich bis zum 19. September noch viele weitere Schulklassen melden, die bei dem 'Dvořák-Experiment' mitmachen.

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Kinder im Publikum. In der ersten Reihe sitzen drei Mädchen mit schwarzen Zylindern auf dem Kopf. © NDR Foto: Marcus Krüger

Anmeldung zum "Dvořák-Experiment"

Egal ob live, vor dem Video-Livestream oder dem Radio: Erlebt gemeinsam das "Dvořák-Experiment"!Hier können sich Lehrer und ihre Klassen anmelden. mehr

Auch Joachim Knuth, NDR-Programmdirektor Hörfunk und Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission, ist begeistert von dem großen Interesse, auf das das Dvořák-Experiment stößt. "Beeindruckend ist, mit welcher Kreativität sich die Klassen auf das Konzert vorbereiten", sagt er. Die Schüler studieren beispielsweise den 1. Satz von Dvořáks Sinfonie Nummer 9 als Pantomime ein, malen Dvořáks Leben als Comic oder produzieren Programmhefte im XXL-Format. "Zudem unterstützen das Projekt zahlreiche Kultusministerinnen und -minister, weil sie wie wir musikalische Bildung als Teil der kulturellen Förderung für sehr wichtig halten", sagte Knuth.

Am Vortag des Dvořák-Konzerts, dem 18. September, wird es ein vom Musikrat initiiertes Symposium im ARD Hauptstadtstudio Berlin mit dem Titel "Musikalische Bildung in Deutschland - Zeit zum Handeln" geben, das Impulse für die musikalische Bildung und deren flächendeckende und nachhaltige Vermittlung setzen wird.

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, betonte, dass die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten einmal mehr die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der kulturellen und damit auch der musikalischen Bildung in den prägenden Entwicklungsjahren von Kindern und Jugendlichen unterstreiche. "Kulturelle Teilhabe ist die Voraussetzung, den Reichtum unserer kulturellen Vielfalt schützen und weiter befördern zu können", so Höppner.

Schon im Vorfeld gibt es viele Angebote

Die Schulen bereiten das Projekt rund um Dvořáks Sinfonie in den Wochen bis zum 19. September intensiv vor, beispielsweise durch die von den Landesrundfunkanstalten der ARD angebotenen Projekte. Auch der Deutsche Musikrat informiert auf seiner Seite über das Projekt. Das Musikvermittlungsprojekt will die ARD bei Erfolg im Jahr 2015 fortsetzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Das Dvořák-Experiment | 19.09.2014 | 11:15 Uhr

Orchester und Chor