Schwarz vor Augen und es ward Licht!

In seiner Requiem-Komposition setzt sich der Komponist Haralf Weiss mit den Themen Licht, Unendlichkeit und Abschied auseinander. Das Auftragswerk des Knabenchors Hannover ist im Oktober 2009 mit der NDR Radiophilharmonie uraufgeführt worden und liegt nun als CD-Einspielung vor.

Der Tod als etwas Organisches

NDR Radiophilharmonie
Knabenchor Hannover
Jörg Breiding Leitung
Andreas Karasiak Tenor
Dorothee Mields Sopran
Daniel Bühl Knabensopran
Gerrit Hülst Knabensopran

HARALD WEISS
"Schwarz vor Augen und es ward Licht!"
Requiem

"Bei der Konzeption des Requiems und der Auswahl der Texte wurde ich von der Idee des 'Loslassens' geleitet. Der das Werk einleitende, von einem Knabensolo gesungene Psalm 90, 'Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden', die Texte von Eichendorff, Hesse, Tagore und Rilke wie auch die lateinischen Texte aus der Requiem-Liturgie reflektieren dieses Thema. Sie sind dabei geprägt von der universell gültigen, positiven Überzeugung, dass der Tod als etwas Organisches im großen Weltgefüge zu betrachten ist." (Harald Weiss)

Positive Resonanzen

"Sein Requiem kümmert sich nicht um einst fortschrittliche Errungenschaften wie die Aufgabe der Tonalität, die sich die Neue Musik erkämpft hatte. Das Stück setzt vielmehr auf Melos, auf durchgängige Rhythmen und eine klar leuchtende Harmonik und mischt dabei leichthändig Stile verschiedener Zeiten und Kulturen. Manchmal kommt es dabei dem Kitsch bedrohlich nahe - ganz überschritten wird die Grenze zum Trivialen aber nie. So klingt dieses Requiem, das warm von einem Ende ohne Schrecken kündet, oft berührend und nie abschreckend und dürfte so gute Chancen auf weitere Aufführungen haben." (Stefan Arndt, Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Harald Weiss: Requiem

Produktionsjahr:
2010
Label:
Rondeau

Orchester und Chor