Das war das Beethoven-Festival

2020 ist das Jahr Ludwig van Beethovens. Seinen 250. Geburtstag feierte die NDR Radiophilharmonie schon jetzt mit einem eigenen Beethoven-Festival. Unter der Leitung von Chefdirigent Andrew Manze waren in acht Konzerten zwischen dem 20. Oktober und dem 10. November 2019 alle neun Sinfonien und alle fünf Klavierkonzerte des Komponisten zu hören. Als Solisten gastierten die erstklassigen Pianisten Pierre-Laurent Aimard, Martin Helmchen, Martin Stadtfeld, Nobuyuki Tsujii und Lars Vogt.

Insgesamt 17.500 Personen, von Jung bis Alt, besuchten die Konzerte im Kuppelsaal. Andrew Manze zeigte sich darüber mehr als erfreut: "It has been beyond of what I expected and hoped. The numbers of people who have been coming to the concerts is phenomenal. Many of them are telling me: 'Thank you for doing this, it's great to hear the symphonies close together like this, so well played'."

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Video-Workshop mit Jonathan Kleinpass und Yaltah Worlitzsch © NDR Foto: Sophie Brunner/Bettina Pohl

Und Action! Die Beethoven-Scouts sind unterwegs

Ein eigener Radiobeitrag, ein Videofilm, eine Komposition, eine Moderation und vieles mehr: Rund um die Beethoven-Konzerte widmen sich 30 Jugendliche dem Komponisten. mehr

Für das jüngere Publikum gab es die Möglichkeit, sich im Rahmen des Festivals als Beethoven-Scout intensiv mit dem Komponisten zu beschäftigen.

Im Radio und Online

Die Konzerte konnten nicht nur vom Publikum vor Ort im Kuppelsaal verfolgt werden. NDR Kultur sendete vier der acht Konzerte live und schnitt weitere Konzerte mit. Die Sendungen wurden außerdem von der EBU (European Broadcasting Union) übernommen und live ausgestrahlt oder zeitversetzt von Rundfunkanstalten in Rumänien, Lettland, Norwegen, Korea, Serbien und Kroatien gesendet. Die Konzerte können online unter ndr.de und über die NDR Kultur App noch 30 Tage nachgehört werden.

Ein Video-Stream des Konzerts mit Pierre-Laurent Aimard am 6. November ist noch bis zum 6. Februar 2020 und vom 20. Juni 2020 bis zum 20. September 2020 hier abrufbar.

Mit Überraschungseffekt: Die Carte Blanche

Pro Abend kamen ca. 450 Personen, die vor dem Sinfoniekonzert halbstündige Klavier-Rezitale hörten. Die Pianisten nutzten ihre Einladung zur freien Programmgestaltung höchst unterschiedlich:

  • 23. Oktober: Nobuyuki Tsujii spielte die Sonate Nr. 23, "Appassionata" von Ludwig van Beethoven
  • 25. Oktober: Martin Stadtfeld spielte Beethovens Rondo a capriccio op. 129 "Die Wut über den verlorenen Groschen" und eine eigene Interpretation über ein Skizzenblatt von Beethoven
  • 6. November: Pierre-Laurent Aimard spielte die Beethoven-Bagatellen Nr. 33 und 119 im Wechsel mit Ligetis "Musica ricercata"
  • 7. November: Lars Vogt spielte Sechs kleine Klavierstücke op. 19 von Arnold Schönberg und Sechs Bagatellen op. 126 von Ludwig van Beethoven
  • 8. November: Martin Helmchen spielte die Bach Partita Nr. 4 D-Dur BWV 828

Orchester und Chor