Ligeti remixed - Elektronische Klangwelten
Konzerttermin:
Montag, 10. Dezember, 20.00 Uhr, Kulturfabrik Kampnagel, Hamburg

Die Suche nach dem Neuen bestimmte nicht nur György Ligetis virtuosen Umgang mit Klängen, sondern sie prägt auch die Entdeckungsreisen wichtiger Künstler der neueren elektronischen Musik. Viele von ihnen bekennen ganz offen, dass Ligetis Innovationskraft ein großes Vorbild für sie ist. Gemeinsam mit dem Kölner Ensemble musikFabrik hat das DJ- und VJ-Kollektiv Rechenzentrum nun ein besonderes Ligeti-Konzertprojekt entwickelt, das in Kooperation mit der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel am Montag, 10. Dezember, ab 20.00 Uhr im Rahmen der Reihe NDR das neue werk auf Kampnagel zu hören ist.
Klavier trifft Elektronik

Die künstlerische Reflexion der Polyphonie afrikanischer Musik hat in Ligetis Klavierkonzert längst legendären Status erreicht. Die musikFabrik spielt dieses Klavierkonzert gleich zweimal. So trifft das Werk im Lauf des Konzertabends auf unkonventionelle Stilarten der elektronischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich direkt auf Ligeti beziehen. Man kann gespannt sein, die von Emilio Pomàrico dirigierte musikFabrik zu erleben, wie sie mit Tamara Stefanovich am Piano zunächst die komplex verwobenen Schichten von Ligetis Klavierkonzert entwirrt, um sie in der anschließenden Session mit "Rechenzentrum" in eine experimentelle Mischung aus zeitgenössischer Musik, Funk und Minimal-Elektro zu verwandeln. Ebenfalls auf dem Programm: Ligetis legendäres "Poème symphonique" für einhundert Metronome.
Hochrangiger Vertreter der modernen Musik
Der Komponist, der lange in Hamburg lebte und 2006 in Wien verstarb, avancierte nach seiner Emanzipation von der Musiksprache Béla Bartóks und der Emigration aus Ungarn rasch zu einem der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Moderne. Seinem Land und vor allem seiner Sprache blieb er zeitlebens eng verbunden.
