Stand: 05.07.2018 12:00 Uhr

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von Oliver Vorwald

"Freitag der 13. - eine unheilvolle Mischung, sagt der Volksglaube. Warum? Was hat es damit auf sich? Nächste Woche ist es ja wieder soweit?"

Judas, einer der zwölf Apostel. Seine Sünden tragen maßgeblich dazu bei, dass "13" und "Freitag" ihren dämonischen Klang bekommen. Zunächst der Verrat, für bare Münze liefert er Jesus an seine Feinde aus. Dann der Strick, Judas erhängt sich. Seinen Platz im Zwölferkreis nimmt später ein neuer Apostel ein, Judas wird so zur Nummer 13. Und da die Bibel erzählt, der Satan sei in ihn gefahren, bekommt diese Zahl ihren schwefelhaltigen Duft. Fällt die 13 nun auf einen Freitag, gilt dies als besonders unheilvoll: Denn der Freitag ist der Todestag Jesu.

Die "13" als Dutzend des Teufels

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Die Zahl "13" ist häufig negativ besetzt - ob in der Bibel oder im Märchen.

Die "13" ist anders, das liegt in ihrem Charakter. Sie gehört zu den Primzahlen, ist nur durch sich selbst und Eins teilbar. "Dutzend des Teufels" - so nennt der Volksmund die 13. Im Tarot-Spiel symbolisiert sie den Tod. Für Geschichtenerzähler bildet die Kombination aus Freitag und 13 ein beliebtes Motiv. Das taucht allerdings spät auf, im 20. Jahrhundert. Erst dann erscheinen mit einem Mal verschiedene Bücher und Filme, die den unheilvollen Charakter von Freitag und 13 ausschmücken. In den 1980er-Jahren vertieft dann eine Horrorfilm-Reihe diese Furcht.

Die Zahl hat auch einen guten Ruf

Manche Menschen bekommen Panikattacken, wenn es auf Freitag, den 13., zugeht. Die setzen dann keinen Schritt vor die Tür. Dabei ist statistisch nachgewiesen: Es passieren nicht mehr Unfälle als sonst. Auch die Geschichte kennt - abgesehen vom großen Börsencrash 1929 am Black Friday - nur einige wenige Katastrophen, die auf einen Freitag den 13. fallen.

Keine Regel ohne Ausnahme. In einigen Kulturen hat die "13" einen guten Ruf. Zum Beispiel im Judentum oder in Japan. Und in Ostfriesland ist die "13" sogar eine Glückszahl beim Knobeln. "Darthein" heißt die auf Plattdeutsch. Es ist wie sooft Ansichtssache. Auch in der Bibel. Im 13. Vers, des 13. Kapitel im 1. Korintherbrief steht einer der wichtigsten Bibelverse. "Aber die Liebe ist die größte." Wäre die 13 tatsächlich das Ziffer-gewordene Unglück, dann sähe die Vers-Einteilung bestimmt anders aus.

Weitere Informationen

Das Kirchenlexikon - Aberglaube

Neulich habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Zahl 13 auf Autokennzeichen unbeliebt ist, weil sie angeblich Unglück bringt. Meine Frage: Wie vertragen sich eigentlich Glaube und Aberglaube? mehr

Mehr aus dieser Sendereihe lesen Sie in: "Noch eine Frage, Herr Pfarrer. 111 himmlische Antworten", LVH, 2010.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 07.07.2018 | 09:15 Uhr

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