Weltbilder

Dienstag, 24. September 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 26. September 2019, 01:55 bis 02:25 Uhr

Moderatorin Julia-Niharika Sen im Studio.

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Russland: Ein Dorf rettet sich selbst

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Quiz: Was wissen Sie über Russland?

Sie wissen Bescheid über Themen rund um Russland? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Mit etwas Glück gewinnen Sie Überraschungs-Souvenirs unserer Korrespondenten. Quiz

Dörfer wie früher Malyj Turysch gibt es in Russland viele. Ein paar Holzhäuser, kaum Infrastruktur, nur noch alte Menschen. In Malyj Turysch aber hat sich was geändert: Seit die 30-jährige Gusel Sanschapowa mit den Methoden ihrer Generation das Dorf im Ural vor dem Aussterben rettet. Sie lässt die alten Frauen - die Babuschkas - Marmelade, Tees und Honig für Städter herstellen und hat so einen erfolgreichen Onlinehandel aufgebaut. Gerade besonders angesagt sind Honiglöffel mit Wildkräutern - eine Moskauer Bioladenkette hat 8.000 Stück bestellt. Für Leute, sagt Gusel, die sich nach dem Leben auf dem Dorf sehnen: "Du trinkst im Büro deinen Beuteltee - und hättest viel lieber Tee aus dem Samowar, wie auf dem Dorf. Und wenn du dann auch noch keinen Urlaub bekommen hast, dann ist das doch die Lösung: Du nimmst den Löffel, tauchst ihn in deinen langweiligen Tee und spürst, wie bei uns der Sommer riecht." Viele in Malyj Turysch haben durch Gusel Arbeit bekommen und können ihre Rente aufbessern. Und dazu kommt der Spaß, den die Frauen bei der gemeinsamen Sache haben. Mittlerweile gibt es sogar die ersten jungen Familien, die von der Kreisstadt zurück aufs Land ziehen, weil es dank des Unternehmergeistes von Gusel hier wieder eine Perspektive gibt.
Autorin: Ina Ruck

Niederlande: Ein Land säuft ab

Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, sind unsere Nachbarn ernsthaft in Gefahr: Mehr als ein Viertel der Niederlande liegen bereits jetzt unter dem Meeresspiegel und werden nur durch permanentes Pumpen nicht überspült. Mit dem größten Damm der Welt will sich das Land nun gegen Fluten wappnen. Aber ein Problem bleibt: die Versalzung.
Autorin: Olga Chládková

Griechenland: Taucher kämpfen gegen Plastikmüll

Anstelle einer bunten Unterwasserwelt aus Muscheln, Schnecken und Korallen präsentiert sich Tauchern vor vielen griechischen Inseln ein anderes Bild: aufgetürmter Plastikmüll. Mehrere Tausend Tonnen davon gelangen jährlich in Griechenland ins Meer. Ehrenamtliche Taucher der Umweltgruppe "Aegean Rebreath" haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Müll vom Meeresgrund hervorzuholen. Das jüngste Anlaufziel der Plastiktaucher: die Insel Poros im Saronischen Golf nordöstlich der Peleponnes. Was sie unter Wasser finden: Reifen, Flaschen, Plastikstühle und alte Fischernetze. Es sieht aus wie auf einer Müllkippe. Bis zu zwei Tonnen Abfall fischen die Taucher aus dem Meer.
Autorin: Ilanit Spinner

Syrien: Kino der Hoffnung

Eine Stunde abtauchen in eine Welt ohne Krieg und Krise, Terror und Angst. Für die meisten Kinder im Schulhof von Bayan Doun wird es ein unvergesslicher Abend, sie sehen den ersten Kinofilm ihres Lebens. Die Macher dahinter sind Filmstudenten, -absolventen, -produzenten in einem Kulturzentrum bei Qamishli. Sie wollen die Kultur des Films in ihre kurdische Heimat zurückbringen. Kindern in der krisengeschüttelten Region Nordsyriens ein wenig Ablenkung, Zerstreuung, Bildung anbieten, erklärt Projektleiter Hoger Qolan: "Wenn ein Kind mir erzählt, wie sehr ihm der Film gefallen hat, macht mich das überglücklich." Für ihr Projekt haben sie nicht viel Geld, dafür aber reichlich Fantasie. Ein Laptop, ein Projektor, eine Leinwand reichen, um überall in der Region mit wenig Aufwand ein Kinoerlebnis im Freien zu zaubern. In diesem Jahr haben sie schon mehr als 60 Dörfer angefahren, etwa 15.000 Kinder vor die Leinwand geholt.
Autor: Daniel Hechler

Bangladesch: Umsiedelung wegen Klimawandel

Bangladesch ist eines der Länder, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Große Teile des Landes liegen in Höhe des Meeresspiegels und sind vom steigenden Wasser bedroht. Die regelmäßigen Überschwemmungen mit dem salzigen Meerwasser machen die Böden unfruchtbar. Von den 60 Millionen Einwohnern werden nun mehrere Millionen umgesiedelt. Sie müssen ihr Zuhause an der Küste verlassen und im Landesinneren völlig neu anfangen.
Autor: Markus Reher

Moderation
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Redaktion
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Redaktionsleiter/in
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