Weltbilder

Dienstag, 16. April 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 18. April 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

Weltbilder vom 16.04.2019 mit Julia-Niharika Sen.

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USA: Notstand in New York wegen Masern-Erkrankungen

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Quiz: Was wissen Sie über New York?

Sie kennen sich aus mit Themen rund um New York? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Mit etwas Glück gewinnen Sie Überraschungs-Souvenirs unserer Korrespondenten. Quiz

Fast 300 neue Masern-Fälle sind in Brooklyns Stadtteil Williamsburg seit Oktober bekannt geworden - 2017 waren es nur zwei. In den betroffenen Vierteln Brooklyns leben hauptsächlich orthodoxe Juden. Nun hat Bürgermeister De Blasio die Konsequenz gezogen und droht mit Strafen von bis zu 1.000 Dollar pro Kind und Schulschließungen, um die Menschen zum Impfen zu bewegen. Auch Upstate ist es zu neuen Masern-Erkrankungen gekommen. Dort durften nicht geimpfte Kinder nicht mehr am Schulunterricht teilnehmen. Ebenso durften sie öffentliche Plätze, Kirchen und Supermärkte nicht mehr betreten. Auch wurden öffentliche Verkehrsmittel zur Tabuzone für nicht geimpfte Kinder erklärt. Religiöse Gründe gegen das Impfen gibt es nicht. Doch da die orthodoxen Gemeinden relativ abgeschottet von der Außenwelt leben, fallen die Verschwörungstheorien der Impfgegner offenbar vielfach auf fruchtbaren Boden.
Autorin: Christiane Meier

Frankreich: Brand von Notre Dame - eine Nation unter Schock

Das verheerende Feuer hat große Schäden an der Kathedrale angerichtet. Die Flammen verwüsteten kurz vor Ostern den gut 850 Jahre alten Sakralbau. Der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Mittlerweile ist das Feuer gelöscht. Doch das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen. Das "Herz von Paris" ist schwer getroffen, nicht nur die Menschen dort sind erschüttert. Weltweit herrscht große Bestürzung über den Brand in der weltberühmten Kathedrale.
Autoren: Nicole Bölhoff, Phillip Weber

Polen: Kinder ohne Chance

Praga ist ein sozialer Brennpunkt in Warschau. Viele Kinder sind hier die meiste Zeit draußen, nennen sich Straßenkinder. Jarek Cecotka ist zehn Jahre alt als wir ihn das erste Mal treffen. Damals rauchte er wie selbstverständlich: "Wir hängen rum, langweilen uns, schlagen Scheiben ein und laufen vor der Polizei weg." Jarek lebte mit zehn Geschwistern auf 70 Quadratmetern. Seine Eltern waren damals völlig überfordert. Der einzige, der sich wirklich um ihn kümmerte, war Sozialarbeiter Tomasz. Er und sein Team ersetzten den Kindern eine normale Familie: "Diese Kinder sind auf der Straße, weil sie niemand versteht. Niemand will sie - so wie sie sind - akzeptieren. Und sie glauben nicht, dass sie irgendetwas können, haben kein Selbstbewusstsein. Aber sind durchaus bereit etwas zu unternehmen." Es ist Thomasz, der es schaffte, Jarek dazu zu bringen, in die Schule zu gehen. Erstmals machte sich der Junge Gedanken über seine Zukunft: "Ich möchte meine eigene Familie haben, viel Geld, ein Haus und ein Motorrad." Nun haben wir ihn zehn Jahre später wieder getroffen. Was ist aus Jarek und seinen Träumen geworden?
Autorin: Wioletta Weiss

Spanien: Pontevedra - Paradies für Fußgänger

Fahrverbote in Innenstädten - die Spanier machen es europaweit vor. Dort bleiben Autos in der City ganz einfach draußen und das seit nunmehr 20 Jahren. In der Provinzhauptstadt Pontevedra kommen die meisten Bewohner ohne Wagen aus. Der Autoverkehr wurde weitgehend aus der Innenstadt verbannt. Bewohner sprechen von einem "Paradies"‘. Der Fußgänger, so der Bürgermeister, sei König. Aus Europa pilgern immer wieder Städteplaner in die 70.000 Einwohner große Stadt, um sich ein Bild zu machen. Und auch die Geschäftsleute, anfangs strikt gegen das Fahrverbot, reiben sich die Hände: Das Business läuft gut.
Autor: Stefan Schaaf

Neuseeland: Leben nach dem Terror

Was und wie werden die Neuseeländerinnen und Neuseeländer in Zukunft sein? Wie gehen die Menschen mit der Last des Attentats um? Werden sich die Inseln am Rande der Welt verändern? Werden Brücken zwischen neu Eingewanderten und schon lange Eingewanderten gebaut? Oder brechen Gräben auf, die bislang zugeschüttet waren? Schon heute ist die Welt in Neuseeland nicht ganz so heil, wie es scheint. Es gibt auch in Neuseeland Armut, Perspektivlosigkeit und Alkoholismus, vor allem unter den Maori, den Ureinwohnern. Trotz der Weite des Landes fehlt es in den Städten an Wohnraum. Auch in Neuseeland werden die Stimmen lauter, die weniger Einwanderung und dafür bessere Ausbildung der Einheimischen fordern. Neuseeland war immer ein friedliches Land. Tote durch Schusswaffen gehören nicht zum Alltag. Dabei sind die Waffengesetze hier sehr liberal. Schätzungen gehen von 1,5 Millionen privaten Schusswaffen aus - bei knapp fünf Millionen Einwohnern. Nach dem Anschlag haben viele Neuseeländer freiwillig ihre Waffen abgegeben. Ein klares Zeichen.
Autorin: Sandra Ratzow

Moderation
Julia-Niharika Sen
Redaktion
Nicole Bölhoff
Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
Produktionsleiter/in
Tobias Jahn
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