Sportclub Story - Tor des Jahres

Tor des Jahres - Dribbler, Knipser, Fallrückzieher

Sonntag, 15. Dezember 2019, 23:35 bis 00:05 Uhr

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Traf zum WM-Triumph: Nia Künzer.

Einmal das Tor des Jahres schießen - wie fühlt sich das an? Was bleibt davon übrig? Dieses eine Tor zu schießen, das die Mehrzahl der deutschen Fußballfans für das beste halten, das schönste, das spektakulärste, das wichtigste? Ulrik Le Fevre hat es erlebt, als erster Spieler überhaupt, 1971, als die Sportschau die Rubrik ins Programm hob. "Es macht mich stolz und die Leute haben es bis heute nicht vergessen. Wenn sie mich auf der Straße sehen, sagen sie: 'Hey, Du bist doch der mit dem Tor des Jahres!'", erzählt Le Fevre.

Klaus Fischer hält den Rekord

In den Rekordjahren Ende der 1970er-Jahre sendeten bis zu drei Millionen eine Postkarte nach Köln, um abzustimmen. Alleine 1,6 Millionen Stimmen entfielen 1977 auf Klaus Fischers Fallrückzieher, der auch zum Tor des Jahrhunderts wurde. "Es hört nicht auf", sagt auch Fischer, der gleich dreimal das Tor des Jahres schoss - Rekord.  "Inzwischen kommen auch die Jungen und sprechen mich auf meine Fallrückzieher an." Das Internet macht's möglich.

Künzer die einzige Frau in der Reihe der Preisträger

Jürgen Wegmann nennt seinen akrobatischen Seitfallzieher aus dem Jahr 1988 das "Tor seines Lebens", weil es perfekt seine Idealvorstellung von einem Tor zeigt - die Sprungkunst hat er sich von Bruce Lee abgeschaut.

Nia Künzer als einzige Frau in der langen Reihe der Preisträger glaubt, dass sie ihren Posten als ARD-Fußball-Expertin letztendlich ihrem Tor im WM-Finale 2003 zu verdanken hat. Für Carsten Kammlott, der im Jahr 2015 wohl eins der spektakulärsten Tore überhaupt erzielte, hat sich nicht das Tor zur großen Fußballwelt geöffnet. Er spielt mit Nordhausen in der Regionalliga. "Es ist einfach eine schöne Erinnerung, und das wird es für immer bleiben." Dazu gehört auch, dass er der Einzige war, der ungeduscht und in Badelatschen seine Medaille im Kölner Sportschaustudio abholte.

Autor/in
Henning Rütten
Produktionsleiter/in
Matthias Most
Redaktion
Maren Höfle