
Der unbequeme Kandidat: Peer Steinbrück
Er ist nicht der klassische Arbeiterführer, kein Menschenfänger, und die Partei hat ihn auch nicht gerufen - und doch möchte Peer Steinbrück offenbar Kanzlerkandidat der SPD werden.
Dabei hatte der ehemalige Finanzminister nach der Bundestagswahl 2009 alle Parteiämter niedergelegt. Nicht zuletzt deswegen, weil sich die Genossen mit ihm sehr schwer tun - und er sich mit den Genossen. Denn Steinbrück ist anders: Bei den Banken und Finanzunternehmen, wo viele Sozialdemokraten fremdeln, hat er seine Bühne. Wo die Partei bescheiden auftritt, fordert Steinbrück in aller Unbescheidenheit bequeme und komfortable Dienstwagen. Und wo die Parteiseele gestreichelt werden muss, liest Steinbrück der SPD die Leviten. Steinbrück - der Unbeugsame, der - so sollte man meinen - in seiner Partei nur scheitern kann.
Was also treibt Steinbrück an? Geht das überhaupt - er und die SPD? Panorama über die Ich-AG Kanzlerkandidat - die Ecken und Kanten des Peer Steinbrück.