Sendedatum: 18.07.2002 20:30 Uhr

Nachtrag zu: Tricksen und Lügen - Politiker vertuschen Ausmaß rechter Gewalt

von Bericht: Thomas Berndt, Andreas Lange

Merseburg, Sachsen-Anhalt. Hier liegt ein Toter, den es laut Bundesstatistik über Opfer rechtsextremer Gewalt nie gegeben hat. Dabei wurde Willi Worg im März 2001 regelrecht zertreten - von Nazis. Das Gericht benannte damals die Motivation der Mörder: ihr rechtsextremes, menschenverachtendes Weltbild. Also eine Tat mit politischem Hintergrund, die in die Bundesstatistik gehört. Selbst der Innenminister von Sachsen-Anhalt wunderte sich gegenüber Panorama am 27. Juni 2002, warum der Mord an Willi Worg dort nicht auftaucht.

VIDEO: Politiker vertuschen Ausmaß rechter Gewalt (2 Min)

Jetzt stellte sich heraus: Auch er selbst und seine Behörden haben wohl geschlampt, denn schon in den Landeszahlen wird Willi Worg nicht aufgeführt. Zentralfriedhof Merseburg, Grab Nummer 4509: Für die Statistiker ein Toter, der nicht zählt.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 18.07.2002 | 20:30 Uhr

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