Sendedatum: 14.01.1999 21:45 Uhr

Panorama vom 14. Januar 1999

 

VIDEO: Panorama vom 14. Januar 1999 (43 Min)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 14.01.1999 | 21:45 Uhr

Eine Hand hält die Hand einer älteren Frau. © picture-alliance Foto: Lehtikuva Sari Gustafsson

Tödliche Pflege - Das skrupellose Geschäft mit den Alten

Wer krank ist, alt oder behindert, hat in unserer Gesellschaft Anspruch auf Hilfe, und das ist auch gut so. In den letzten Jahren der Kohl-Regierung wurde sichergestellt, daß bedürftige Menschen nicht sich selbst überlassen bleiben. Seit genau 48 Monaten gibt es die Pflegeversicherung, sie wurde von den beiden großen Parteien damals gemeinsam im Bundestag verabschiedet. Seitdem ist die Fürsorge weitgehend privatisiert. Und jetzt zeigt sich, daß, wenn es muß Menschen geht, mehr Markt nicht immer das richtige ist. mehr

Die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg © dpa

Vorbild Wehrmacht - Neuer Streit um die Führungsakademie der Bundeswehr

Wenn etwas geschieht, das allen Beteiligten peinlich und unangenehm ist, wenn alle sagen: So etwas darf nie wieder passieren, dann sollte man annehmen, daß künftig zumindest für erhöhte Sensibilität gesorgt ist, wenn es auch nur im entferntesten um ein ähnlich gelagertes Thema geht. Erst recht in der Bundeswehr. Sie erinnern sich sicher an den Fall Manfred Roeder vor rund einem Jahr. Das ist der Nazi und Schwerstkriminelle, der von der Führungsakademie der Bundeswehr als Gastredner eingeladen wurde. mehr

Flagge der Europäischen Union © Bildagentur Huber/PictureFinders

Korruption und Kungelei - Der Frust im Europa-Parlament

Panorama sendet diesmal an einem ganz schwarzen Tag für Europa. Nach tagelanger Aufregung und bittersten Szenarien für die Zukunft der Union ist seit heute mittag, kurz nach zwölf, die EU-Welt formal wieder in Ordnung. Der Mißtrauensantrag ist gescheitert. Nun können sich alle wieder der Euro-Euphorie und ihren Geschäften widmen. Um Betrug, Korruption und Mißwirtschaft soll sich jetzt eine Untersuchungskommission kümmern, eine Art Sondereinheit zur Aufklärung der EU-Verbrechen also. Die so rudimentär ausgeprägte demokratische Struktur der Europäischen Union hat sich für die Kommission zumindest offensichtlich bewährt. Im Grunde bleibt alles weitgehend folgenlos und beim alten. Rechtzeitig vor den Europawahlen eine schlechte Nachricht für uns Wähler. Auf welch absurde Weise solche Entscheidungen dort zustande kommen, haben meine Kollegen heute in Straßburg beobachtet. mehr

Ein Beamter der Polizei Hamburg vor einem Streifenwagen. © dpa - Bildfunk Foto: Marcus Brandt

Hamburger Polizei - Der Fall Rolf Hellwig

Die Hamburger Polizei hat sich in den vergangenen Jahren ab und an durch nicht gerade angemessenes Verhalten hervorgetan. Da wurden Ausländer verprügelt, Journalisten und Demonstranten zum Teil schwer verletzt. Inzwischen gibt es eine Dienststelle "Interne Ermittlungen", die Fehlverhalten der Beamten aufklären soll, und - bundesweit einmalig - eine "Polizeikommission", eine Anlaufstelle für Beschwerden, also vorbildlich geradezu. Aber wenn es um die Verantwortung für total schiefgelaufene Polizeieinsätze geht, da hat sich offensichtlich noch nicht viel verändert. Das jüngste Beispiel von Thomas Berndt und Gita Ekberg. mehr

Rathaus Halstenbek © Stadt Halstenbek Foto: Stadt Halstenbek

Kleinstadt im Größenwahn - Wie Lokalpolitiker Millionen verschleudern

Es ist zur Gewohnheit geworden: Jedes Jahr aufs neue monieren die Rechnungshöfe die Verschwendung von Steuergeldern. Im Bund, in den Ländern und in den Kommunen verschwinden einfach riesige Summen, werden verpraßt für luxuriöse Unsinnsprojekte, gerne auch für prestigeträchtige Großbauten in Kleinstgemeinden. Wie das genau passiert, wer wann was falsch gemacht hat, läßt sich hinterher dann selten feststellen. Hier im Norden, ganz in der Nähe von Hamburg, gibt es ein eklatantes Beispiel provinzieller Großmannssucht, eine Geschichte ungebremster Gigantonomie und Ignoranz von Feierabendpolitikern. Und das Erschreckende daran ist: sie könnte sich überall zugetragen haben. Über das "Knickei von Halstenbek" berichten Christoph Lütgert und Cordula Henne. mehr

Über Panorama

Kalender © Fotolia.com Foto: Barmaliejus

Panorama-Geschichte

Als erstes politisches Fernsehmagazin ging Panorama am 4. Juni 1961 auf Sendung. Die Geschichte von Panorama ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. mehr

Anja Reschke © Thomas & Thomas Foto: Thomas Lueders

60 Jahre Panorama

60 Jahre investigativ - unbequem - unabhängig: Panorama ist das älteste Politik-Magazin im deutschen Fernsehen. mehr

Panorama 60 Jahre: Ein Mann steht hinter einer Kamera, dazu der Schriftzug "Panorama" © NDR/ARD Foto: Screenshot

Panorama History Channel

Beiträge nach Themen sortiert und von der Redaktion kuratiert: Der direkte Einstieg in 60 Jahre politische Geschichte. mehr