Mehr wissen - besser leben

Im Einsatz gegen Wegwerfmode

Montag, 25. November 2019, 21:00 bis 21:45 Uhr
Dienstag, 26. November 2019, 00:40 bis 01:25 Uhr
Mittwoch, 27. November 2019, 06:35 bis 07:20 Uhr

Kleidungsstücke hängen an einer Kleiderstange.

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Die prominente Schauspielerin Esther Schweins steht mitten im Leben, sorgt sich um die Zukunft ihrer Kinder und will nicht mehr wegsehen: Im neuen Format Mehr wissen - besser leben bezieht sie in drei Folgen Stellung zu den brennenden Themen der Zeit: Lebensmittelverschwendung, Plastikwahnsinn und Wegwerfmode.

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Rund 1,35 Millionen Tonnen Textilien werden jedes Jahr in Deutschland aussortiert. Esther Schweins sagt der Wegwerfmode den Kampf an.

Noch nie haben wir so viele Klamotten besessen: Seit dem Jahr 2000 hat sich unser Kleidungskonsum verdoppelt, von 50 auf rund 100 Milliarden neu gekaufter Stücke. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Bekleidung gesunken. Der Grund: das Phänomen Fast Fashion. Wegwerfmode, die so günstig ist, dass sie nach zwei- oder dreimal Tragen im Altkleidercontainer landet.

So viel Kleidung wird in Deutschland weggeschmissen

Esther Schweins sagt der Wegwerfmode den Kampf an. In Hamburg türmt sie einen fünf Tonnen schweren "Altkleiderberg" auf. So viel, wie wir alle zwei Minuten in Deutschland wegschmeißen. Wie reagieren die Menschen darauf?

Mitraten
Quiz

Quiz: Was wissen Sie über Wegwerfmode?

Ein großer Teil der Klamotten, die wir kaufen, wird kaum getragen, sondern schnell wieder aussortiert. Kennen Sie die Nachteile der Wegwerfmode? Dann lösen Sie unser Quiz! Quiz

Esther Schweins trifft Aktivistinnen wie Viola Wohlgemuth, die für Greenpeace eine Kampagne gegen giftige Chemikalien in Kleidung vorangetrieben hat. Denn die Textilindustrie ist ein großer Umweltverschmutzer. Sie verursacht 1,2 Milliarden Tonnen CO2, mehr als internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Mehr wissen - besser leben verfolgt den Weg eines T-Shirts in der Herstellung, vom Baumwollfeld bis hin zum Verbraucher im Europa.

Was bringt der Grüne Knopf?

Bei ihrem Einsatz gegen Wegwerfmode hakt Esther Schweins auch bei politisch Verantwortlichen nach. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will sozial und ökologisch hergestellte Kleidung mit dem Grünen Knopf kennzeichnen. Doch werden die Kriterien des ersten staatlichen Siegels dem Ziel gerecht?

Putzlumpen statt Secondhand

Rund 1,35 Millionen Tonnen werden jedes Jahr in Deutschland aussortiert. Doch was passiert mit den Textilien im Container? Recyclingunternehmen ersticken geradezu in Altkleidern. Sie finden selten gute Kleidung für den Secondhand-Markt. Viele afrikanische Länder wollen keine Altkleider mehr importieren, das System steht kurz vor dem Kollaps. Die Qualität der Ware ist oft so schlecht, dass sie nur noch geschreddert und zu Putzlumpen verarbeitet werden kann.

Modemacher gehen neue Wege

Auf der Suche nach Fasern, die weniger schädlich für die Umwelt sind, gehen immer mehr junge Modemacher neue Wege. Der letzte Schrei: Textilfasern aus Brennnesseln. Sind sie eine sinnvolle Alternative zu Baumwolle oder Polyester?

Hintergrund

Wegwerfmode - Wie dämmen wir die Kleiderflut ein?

Mode als Wegwerfware: Rund 1,1 Millionen Tonnen Textilien landen Jahr für Jahr im Altkleidercontainer oder in der Straßensammlung. Doch was passiert mit den aussortierten Klamotten? mehr

Chemie und Mikroplastik: Kleidung als Umweltproblem

Die Textilindustrie ist ein Umweltsünder: Bis zu 3.000 Chemikalien werden bei der Produktion von Kleidung eingesetzt. Forscher und Modemacher suchen nach ökologisch verträglichen Stoffen. mehr

Redaktion
Meike Neumann
Annette Plomin
Produktionsleiter/in
Jost Nolting
Moderation
Esther Schweins
Panorama 3

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