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Dänemarks Insel Møn - Weiße Klippen in der Ostsee

Donnerstag, 03. Dezember 2020, 20:15 bis 21:00 Uhr

Die dänische Insel Møn wurde vor 70 Millionen Jahren durch eine tektonische Bewegung aus dem Wasser gehoben. Zum Vorschein kam ein Superlativ: die höchsten Kreidefelsen Dänemarks.

Møn hat die höchsten Kreidefelsen Dänemarks

Die weißen Klippen sind bis zu 143 Meter hoch und erstrecken sich über sechs Kilometer an Møns Ostküste. An einer Stelle führt eine steile Treppe mit 497 Stufen zum Meer hinunter, eine Attraktion, aber auch ganz schön anstrengend. Vor allem, wenn man die Stufen im Sprinttempo bergauf nimmt! Lone Fogsgaard Rasmussen nimmt am alljährlichen Møn-Lauf teil: 50 Kilometer ist die Strecke inklusive dreimal die Treppe hoch.

Hier wird noch Seegras geerntet

Wenn der Wind aus Nordwest bläst und frisches Seegras angespült wurde, macht sich Kurt Schierup mit Bagger und Anhänger auf an den Strand. Er ist einer der letzten Seegrasbauern Europas. Rund 400 Tonnen erntet er im Jahr und liefert es in die ganze Welt: als Dämmmaterial, Dünger oder zum Dachdecken.

Im Kirchenchor zu singen ist Ehrensache

Die Kirchen auf Møn sind berühmt für ihre Kreidezeichnungen. In einem der Kirchenchöre zu singen, ist für die Bewohner*innen Ehrensache und hat eine lange Tradition. Im Hauptort Stege bereitet sich die zwölfjährige Asta Helene auf einen besonderen Auftritt vor. Ihr Mädchenchor ist der älteste Dänemarks. Und schon Astas Urgroßmutter, Großmutter und Mutter haben dort gesungen. Nun steht eine Premiere bevor: Asta und ihre Großmutter treten gemeinsam auf.

Die Bierbrauerin der Insel

Für Lotte Vinge ist der Herbst die Hauptsaison. Dann ist ihr Hopfen reif zur Ernte. Lotte ist die Bierbrauerin der Insel. Die Rezeptur stammt von ihrer Großmutter. Die hatte ausschließlich für Nachbarn und Freunde starkes Bier gebraut und war dadurch zur Insellegende geworden. Der unscheinbare Hofladen ist bis heute ein Geheimtipp, den nur Einheimische kennen.

Hier ist das kleinste Museum Dänemarks

In Nyord hat William Houman eigentlich immer ein Platzproblem. Er leitet das kleinste Museum Dänemarks. In einem rund vier Quadratmeter großen Lotsenausguck hat er vor sieben Jahren ein Museum eröffnet. Sogar die Königin kam damals zur Einweihung. Nun steht eine Sonderausstellung an: ein altes Fernrohr, ein altes Lotsenbuch und ein paar Postkarten. Viel mehr Exponate kann William beim besten Willen nicht unterbringen, schließlich müssen auch noch Besucher*innen Platz finden. Rekord waren 23 Personen.

Autor/in
Steven Galling
Kamera
Florian Melzer
Schnitt
Mark Broszeit
Ton
Andreas Bäurle
Mitarbeit
Claudia Ziehm
Karsten Wohlrab
Bildtechnik
Oliver Stammel
Tonmischung
Pierre Brand
Sprecher/in
Philipp Schepmann
Dagmar Dreke
Frida Fintelmann
Sandra Kob
Clemens Gerhard
Volker Hanisch
Gerhart Hinze
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Redaktion
Gita Datta
Ralf Quibeldey

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