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Am Jadebusen - Wilhelmshaven und das Watt.

Donnerstag, 03. Mai 2018, 20:15 bis 21:00 Uhr

Wattwandern mit Blick auf den Jade-Weser-Port. © NDR/nonfictionplanet/Jörg Hammermeister/Florian Melzer, honorarfrei

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Der Jadebusen ist im Mittelalter durch Sturmfluten entstanden und heute Heimat von besonderen Menschen mit ziemlich ungewöhnlichen Geschichten.

Einmal im Jahr bauen die Bewohner der Banter Siedlung ihr Dorf komplett neu auf. Sie stellen ihre kleinen mobilen Holzhütten ganz bewusst vor den hohen Deich, der fast die gesamte Küste des Jadebusens vor der Nordsee schützt. Nicht einmal 24 Stunden brauchen Günter Buss, Michael Krüger und ihre Nachbarn dafür, dann leben sie sechs Monate lang südlich von Wilhelmshaven ganz beschaulich mit "einem Bein im Meer", bis die Winterstürme sie wieder vertreiben.

Rhythmus der großen Pötte

Auf der anderen Seite der Stadt Wilhelmshaven steuern die größten Containerriesen der Welt den JadeWeserPort an. Nach fünf Jahren erwacht der Hafen, der rund eine Milliarde Euro gekostet hat, langsam zum Leben. Darüber freut sich Alexander Zeugner ganz besonders: Sobald sich ein Schiff der Kaikante nähert, liegt der 40-Jährige auf der Lauer. Er ist Shipspotter, immer auf der Suche nach den schönsten Fotoaufnahmen von den Schiffen. Er verlässt dafür auch schon mal eine Familienfeier, damit seiner Kamera kein Kahn entgeht.

Leben vor dem Deich

Nach dem Rhythmus der großen Pötte leben auch die Lotsen der Lotsenbruderschaft Weser 2/Jade, ebenso wie die Piloten der Helikopterfirma WIKING. Sie fliegen die Lotsen aus dem Jadebusen weit auf die Nordsee hinaus und seilen sie dort ab. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, zumal die Männer auch bei Sturm hinaus müssen.

"Watt en Schlick"

Eine ganz andere Herausforderung will Carola Schede meistern. Sie tritt beim "Watt en Schlick"-Fest in Dangast im Schlickschlittenrennen an. Eine sehr anstrengende und extrem matschige Angelegenheit, die Tausende Besucher in das sonst eher ruhige Fischerdorf lockt. Der Ort ist als Künstlerkolonie bekannt geworden. Wochenlang hat Carola für die höchst inoffizielle Meisterschaft trainiert, denn die Technik ist entscheidend: zwischen Watt und Schlitten sollte möglichst eine dünne Wasserschicht sein. Doch das klappt nur, wenn man richtig schnell ist.

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Wilhelmshaven ist die größte und wichtigste Stadt am Jadebusen. Sie wurde nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches zum einzigen "Reichskriegshafen" an der Nordsee und ist heute der größte Standort der Bundeswehr. Am Marinestützpunkt hat Kapitän Oliver Larfeld das Kommando auf der "Eversand", einem sehr speziellen Schiff. Für Larfeld und seine Crew heißt es Leinen los, sobald Öl den Nationalpark Wattenmeer zu verschmutzen droht. Beim Einsatz kann sich die "Eversand"in zwei Hälften teilen, indem Larfeld einfach den Bug aufklappt. Wie ein "V" pflügt das Ölauffangschiff dann durch die Nordsee und sammelt die Ölfilmverschmutzung von der Wasseroberfläche ein. Angeblich kam dem Erfinder die Idee zu dieser Konstruktion in der Badewanne. Recht ungewöhnlich wie so vieles am Jadebusen.

Autor/in
Michael McGlinn
Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Kamera
Jörg Hammermeister
Florian Melzer
André Lex
Schnitt
Maren Großmann
Ton
Stefan Tuchel
Andreas Bäurle
Bastian Seidel
Olaf Junior
Bildtechnik
Oliver Stammel
Tonmischung
Sascha Prangen
Sprecher/in
Patrick Blank

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