Nordmagazin - Land und Leute

Dienstag, 28. September 2021, 18:00 bis 18:15 Uhr

Beratungen: Erste Fraktionstreffen nach der Landtagswahl

Zwei Tage nach der Landtagswahl kommen die Abgeordneten mehrerer Fraktionen in Schwerin zu ersten Beratungen zusammen. Neben den schon vor der Wahl im Parlament vertretenen Fraktionen von SPD, Linken und CDU nehmen auch die Grünen ihre Arbeit auf. Sie haben nach fünf Jahren den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag geschafft. Bei den Treffen sollen erste Aufgaben beraten und vorläufige Fraktionsführungen bestimmt werden. Die größten Diskussionen dürfte es in der CDU-Fraktion geben, nachdem am Montagabend Spitzenkandidat Michael Sack vom Parteivorsitz zurückgetreten ist und seinen Mandatsverzicht erklärte. Der bisherige Fraktionschef Wolfgang Waldmüller zog ebenfalls Konsequenzen aus dem miserablen Wahlergebnis seiner Partei. Er kündigte an, nicht wieder für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren. Die Abgeordneten der ebenfalls in den Landtag zurückgekehrten FDP waren bereits am Montagabend erstmals zusammengekommen. Die AfD plant für Freitag ihr erstes Fraktionstreffen.

Bildungspolitik: Forderungen der Wirtschaftskammern an neue Landesregierung

Die Wirtschaftskammern fordern von einer neuen Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns mehr Bemühen in der Bildungspolitik. "Eine konsequent qualitativ hochwertige Bildungspolitik und eine aktive Fachkräfteoffensive sind die Grundsteine, um die fachlichen Kompetenzen im Land kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu halten", teilten die drei Industrie- und Handelskammern sowie die beiden Handwerkskammern des Landes am Montag gemeinsam mit. Die duale Berufsausbildung sei das zentrale Instrument für die Sicherung und Gewinnung von Nachwuchskräften. In MV fehlen im Handwerk aktuell 2000 Fachkräfte, mehr als 500 Lehrstellen blieben in diesem Jahr bislang unbesetzt. Deshalb muss die Sicherung des fachlichen Nachwuchses ein wirtschaftspolitischer Schwerpunkt für die kommende Landesregierung werden.

Wettfahrten: WM im Para-Segeln in Warnemünde

Bis zum 29. September ist Warnemünde Austragungsort des 2.4mR SER Gold Cup und der darin integrierten 2.4mR Para-Weltmeisterschaft. Ausrichtender Verein ist der Warnemünder Segel-Club, der bereits im Juli erfolgreich die 83. Warnemünder Woche verantwortete. Eigentlich sollten Weltmeisterschaft und Para-Weltmeisterschaft der 2.4mR gemeinsam in Norwegen stattfinden, doch die Corona-Pandemie zwang die Veranstalter zur Absage. Im Schnellverfahren wurde schließlich die Bewerbung Warnemündes als Austragungsort der Para-WM vom Weltsegelverband World Sailing angenommen. Bei der inklusiven Veranstaltung starten Behinderte und Nichtbehinderte zusammen. Der Titel der Para-WM geht dann an den bestplatzierten Segler mit Behinderung.

Redaktionsleiter/in
Sibrand Siegert