Länder - Menschen - Abenteuer

Mit dem Zug durch Myanmar

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 20:15 bis 21:00 Uhr

Fliegende Händler versorgen die Zugreisenden. © NDR

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Eine Zugfahrt durch Myanmar zählt zu den größten Eisenbahn-Abenteuern, die man erleben kann. Robert Hetkämper nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch den Vielvölkerstaat mitten im politischen Umbruch. Das ehemalige Burma ist geprägt von lebendigen Traditionen, faszinierenden Landschaften und einem maroden Schienennetz aus der Kolonialzeit. Auf Schmalspur schaukeln die Züge im Schneckentempo durch weite Ebenen, üppigen Dschungel und karges Hochland. Die Reise führt an Orte mit klingenden Namen wie Yangon, Mandalay und den Inle-See.

Buddha-Schnitzen mit modernem Gerät

Entlang der Strecke trifft der Reporter Meister Aung Thu, einen berühmten Bildhauer für marmorne Buddha-Statuen. Seine Kunden kommen aus dem ganzen Land. Mönche bestellen hier ebenso wie Privatleute. Seit der alte Steinmetz die moderne Flex entdeckt hat, fliegt ihm zwar der Marmorstaub um die Ohren, aber er schafft doppelt so viele Statuen wie zuvor.

Morgenbad für den Buddha

Jeden Tag um vier Uhr morgens drängen sich die Gläubigen zu einem Ritual im Tempel des Großen Buddha von Mandalay. Abt Oak Kha Hta zelebriert dann das tägliche Morgenbad für den Buddha. Zu den Klängen eines kleinen Traditionsorchesters steigt er hinauf zum Maha Muni, dem Großen Buddha, einem der größten Heiligtümer des Landes. Oak Kha Hta wäscht die uralte Statue. Die Gläubigen verehren den Mönch und erbitten seinen Segen.

Myanmar: Von Buddha-Schnitzern und Langhalsfrauen

Rudertechnik auf dem Inle-See

Beim Vollmondfest auf dem Inle-See werden vier Buddha-Statuen von Dorf zu Dorf und Tempel zu Tempel transportiert. Sie sind mit Gold überklebt und reisen auf einer Königsbarke, von Beinruderern gezogen. Mit dieser für den Inle-See typischen Rudertechnik pendelt U Myint Maung zwischen seinem schwimmenden Haus und seinem Tomatengarten. Elf Reihen von Stauden, schwimmend auf langen Kissen aus Gras, bringen ihm zweimal im Jahr zwei Tonnen Tomaten. Doch die zunehmende Verlandung und Verschmutzung des Sees bedrohen diese sagenhafte Erntebilanz zunehmend.

Autor/in
Robert Hetkämper
Kamera
Andreas Nebeling
Schnitt
Frauke Jaensch
Produktionsleiter/in
Bettina Wieselhuber
Redaktion
Ralf Quibeldey

Zweiter Teil

Mit dem Zug durch Myanmar - Langhalsfrauen und Kindermönche

25.10.2018 21:00 Uhr

Robert Hetkämper nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch Myanmar. Im zweiten Teil geht es unter anderem in das Dorf Pan Pet, wo das Volk der Kayan lebt. mehr