Stand: 26.02.2018 09:59 Uhr

NDR trauert um den Journalisten Jürgen Heuer

Das NDR Landesfunkhaus Hamburg trauert um Jürgen Heuer, der am 23. Februar nach langer schwerer Krankheit in Hamburg im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Heuer leitete seit 1997 das landespolitische Ressort vom "Hamburg Journal".

Altes Bild von Jürgen Heuer, wie er aus dem Hamburger Rathaus berichtete.

NDR Journalist Jürgen Heuer ist gestorben

Hamburg Journal -

Seit 1986 berichtete Jürgen Heuer für den NDR über Hamburger Politik, ab 1997 auch als Chef der Landespolitik beim Hamburg Journal. Jetzt starb er im Alter von 56 Jahren.

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Seiner Arbeit als leidenschaftlicher Journalist, profunder Kenner der Landespolitik und engagierter Vorgesetzter von Redakteuren und freien Mitarbeitern galt der Respekt innerhalb und außerhalb des Funkhauses.

Gefragter Analyst und kompetenter Reporter

Jürgen Heuer war nicht nur im "Hamburg Journal", sondern auch in vielen aktuellen politischen Sendungen des NDR ein gefragter Analyst des politischen Lebens in Hamburg und ein sachlicher, kompetenter Reporter, zum Beispiel bei den Sitzungen der Hamburgischen Bürgerschaft. Auch seine Berichte aus Berlin und dem europäischen Ausland wurden allseits geschätzt.

"Hamburg Journal" in ganz besonderer Weise geprägt

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Jürgen Heuer berichtete für das "Hamburg Journal" häufig aus der Bürgerschaft.

Darüber hinaus engagierte sich Heuer als langjähriger Vorsitzender der Landespressekonferenz (LPK) Hamburg. Unvergessen werden seine geschliffenen Reden auf den Jahresfesten der LPK bleiben. "Jürgen Heuer hat das 'Hamburg Journal' durch seine Arbeit und sein Engagement in ganz besonderer Weise geprägt. Zuschauerinnen und Zuschauer hatten sehr großes Vertrauen in seine Berichte, schätzten seine pointierten Interviews und die Fairness, mit der er seine Gesprächspartner auch in schwierigen Interviewsituationen befragte", so Sabine Rossbach, Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg. Auch in Politik und Wirtschaft war er ein allseits geschätzter Gesprächspartner.

Rossbach: "Wir werden ihn sehr vermissen!"

Heuer hatte sich trotz seiner schweren Erkrankung auch in den letzten Monaten noch als Journalist in den Redaktionsalltag eingebracht und war seinen Kollegen und Kolleginnen stets ein guter Ratgeber. Das Team vom "Hamburg Journal" verliert einen sehr guten Journalisten und einen humorvollen und stets zugewandten Kollegen. "Wir werden ihn sehr vermissen!", sagt Sabine Rossbach, "unsere Gedanken sind bei seiner Familie."

Scholz: Stadt verliert einen couragierten Journalisten

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erklärte in einer Mitteilung: "Unsere Stadt verliert einen klugen Chronisten, einen couragierten Journalisten, einen leidenschaftlichen Bürger und einen guten Menschen." Heuer habe die Liberalität und Fairness eines anständigen Hanseaten verkörpert. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) würdigte Heuer als "exzellenten Kenner der Hamburger Landespolitik".

Für CDU-Fraktionschef André Trepoll war Heuer "Mr. Hamburg Journal". Er habe für "stets objektive Analysen" gestanden. Die FDP-Fraktionsvorsitzenden Anna von Treuenfels-Frowein und Michael Kruse würdigten Heuers "starkes Demokratieverständnis". Der Fraktionschef der Grünen, Anjes Tjarks, hob Heuers Fairness hervor. Er habe der Vermittlung von Politik damit einen Dienst erwiesen.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 24.02.2018 | 19:30 Uhr