Hamburg Journal

Freitag, 29. November 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr
Samstag, 30. November 2019, 04:15 bis 04:45 Uhr
Samstag, 30. November 2019, 09:30 bis 10:00 Uhr

Fridays for Future: Globaler Klimastreik

Zu der Demonstration des Bündnisses "Fridays for Future" werden rund 30.000 Menschen erwartet. Sie versammeln sich am Rödingsmarkt auf der Willy-Brandt-Straße, die für den Aufbau einer großen Bühne bereits seit dem frühen Morgen Richtung Millerntorplatz gesperrt ist. Dort soll auch die Hamburg Band "Deichkind" auftreten. Am Mittag ziehen die Demonstranten dann über Speersort, Klosterwall, Lombardsbrücke und Stephansplatz durch die Innenstadt bis zurück zum Rödingsmarkt. Da am sogenannten Black Friday zeitgleich tausende zusätzliche Weihnachtseinkäufer in der City erwartet werden, rät die Polizei dringend dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Das Hamburg Journal ist den ganzen Tag über in der Innenstadt.

Eimsbüttel: Wie geht es weiter im Bezirk?

In Eimsbüttel sind Grüne und CDU mit der Abwahl von SPD-Bezirksamtsleiter Kay Gätgens gescheitert. Ihre grüne Kandidatin Katja Husen fiel durch, weil ihr mindestens drei Abgeordnete der grün-schwarzen Koalition die Stimme verweigerten. Am Tag danach fragen sich viele Beteiligte, wie das passieren konnte. Kommen die drei Abweichler von der CDU, weil der Koalitionsvertrag eine radikale Verkehrswende vorsieht? In der CDU verneint man das. Die Grünen erlitten das zweite Bezirks-Fiasko nach der Spaltung ihrer Fraktion in Hamburg-Mitte. Die Ereignisse von Eimsbüttel werden deswegen wohl noch lange nachhallen. Die knapp gescheiterte Katja Husen verließ kommentarlos die Bezirksversammlung. Die Grünen wollen sie erneut antreten lassen. Aber will sie das auch? Viele Fragen bleiben nach dem Eklat von gestern Abend offen.

Totes Baby Mohamed: Eltern erhalten Bewährungsstrafen

Im Totschlagsprozess um den Tod des Babys "Mohamed" am Landgericht Hamburg ist am Freitag das Urteil gesprochen worden: Das Hamburger Landgericht hat die Eltern des verhungerten Babys Mohamed am Freitag wegen Totschlags durch Unterlassen zu jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das knapp drei Monate alte Kind starb im November 2018 mit einem Gewicht von 2.823 Gramm und wog damit weniger als bei seiner Geburt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Eltern im Alter von 32 und 34 Jahren zunächst wegen fahrlässiger Tötung am Amtsgericht Hamburg angeklagt, hatte dann aber eine Verweisung an das Landgericht wegen Totschlags durch Unterlassen beantragt. 

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Zwei Angeklagte sitzen im Strafjustizgebäude im Amtsgericht im Saal neben ihrem Anwalt und verdecken ihre Gesichter © picture-alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Verhungertes Baby: Bewährungsstrafen für Eltern

Nach dem Tod des unterernährten Säuglings Mohamed sind die Eltern in Hamburg wegen Totschlags durch Unterlassen verurteilt worden. Sie bekamen zweijährige Bewährungsstrafen. mehr

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