Hamburg Journal

Freitag, 14. September 2018, 19:30 bis 20:00 Uhr
Samstag, 15. September 2018, 04:15 bis 04:45 Uhr
Samstag, 15. September 2018, 09:30 bis 10:00 Uhr

Ersatz für Kraftwerk Wedel - Zeit ist Geld

Das Kraftwerk Wedel soll Ende 2021 vom Netz. Die Zeit drängt für eine Ersatzlösung, denn Wedel versorgt rund 200.000 Wohnhaushalte vor allem im Westen mit Fernwärme. Größter Kunde ist das städtische Wohnungsunternehmen Saga, aber auch Gewerbebetriebe und die Industrie werden mit Fernwärme versorgt. Derzeit wird in Hamburg über einen Ersatz für Wedel diskutiert, es gibt aber noch keine Lösung, die vor allem zeitnah bis 2021 umgesetzt werden könnte. Unabhängig davon, ob Hamburg den Volksentscheid zu den Netzen vollständig umsetzt und dann auch das Kraftwerk Wedel von Vattenfall zurückkauft, drängt die Zeit. Denn ab Juli 2021 gilt eine neue EU -Richtlinie, die strengere Schadstoffgrenzwerte für Großfeuerungsanlagen vorsieht. Wedel müsste dann vom Netz oder sogar für viel Geld nachgerüstet werden. Denn die Ersatzlösungen, die derzeit für Wedel kursieren - die Südvariante von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) mit der Einbeziehung der Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm oder dem neuen Gaskraftwerk von Vattenfall, sind beide wohl kaum schnell genug umzusetzen. Klagen von Umweltverbänden könnten die Planungen für Jahre lahmlegen. Am Ende könnte es teuer werden für den Steuerzahler.

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Wird Kraftwerk in Wedel rechtzeitig ersetzt?

Im Streit um den Rückkauf des Hamburger Fernwärmenetzes durch die Stadt befürchten Experten Mehrkosten in Millionenhöhe. Grund ist eine mögliche Sanierung des alten Heizkraftwerks Wedel. mehr

Zu Fuß zur Schule - Elterntaxis in der Kritik

Kurz vor Acht: Grundschule Müssenredder in Poppenbüttel: Busse kommen nicht durch, Autos parken in der zweiten Reihe, wildes Gehupe. „Die Lage ist bei Unterrichtsbeginn und -ende sehr chaotisch, je nachdem, welche Schule man sich ansieht“, sagt Michael Wenzien aus der Verkehrsprävention der Hamburger Polizei. Auch die Hamburger Elternkammer sieht das Problem und fordert so genannte "Kiss and Drop"- Zonen: spezielle Parkplätze, an denen Eltern kurz anhalten können. Michael Wenzien glaubt nicht, dass mehr Parkplätze die Situation entschärfen würde. Er hält es für sinnvoller, wenn Kinder lernen, wie sie den Schulweg selbst meistern können: „Eltern sollten mit ihren Kindern den Weg üben, damit diese selbstsicher werden. “Ein Aktionstag der Schulbehörde und der Polizei will Eltern und Schüler darauf aufmerksam machen.

die nordstory: Finkenwerder - Zwischen Hafenindustrie und Naturparadies

Fährt man nach Finkenwerder, dann fährt man durch den Hafen, vorbei an Container-Terminals, vorbei am Stahl- und Aluminium-Werk. Windkrafträder reihen sich auf, die Hauptdurchgangsstraße ist vielbefahren und führt ans andere Ende zum Airbus-Gelände: Schwerindustrie und Hightech. Die südliche Hälfte von Finkenwerder ist das genaue Gegenteil: grün, von Gräben durchzogen ist es das Land der Obstbauern. Doch: Ein romantisches Fischerdörfchen sieht anders aus - auf den ersten Blick.

Weitere Themen:

- Vorbericht: Lange Nacht der Kirchen
- Tötungsdelikt in Wandsbek
- SnappCar: Privatautos zum gemeinsamen Nutzen

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