Hamburg Journal

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 18. Juni 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Freitag, 18. Juni 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Sklavinnen gehalten? IS-Witwe wieder vor Gericht

Auftakt im zweiten Prozess gegen die Witwe des IS-Terroristen und Rappers Denis Cuspert wegen Versklavung: Sie soll 2016 in ihrer Wohnung im syrischen Raqqa zwei von der Terror-Miliz entführte Jesidinnen als Sklavinnen gehalten haben, damit diese ihre Putzarbeiten erledigen. Die mehrfache Mutter sitzt bereits für dreieinhalb Jahre im Gefängnis, unter anderem weil ihr eine Mitgliedschaft in der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) nachgewiesen worden war. Unter anderem geht es um Beihilfe zur Versklavung einer 13-jährigen Jesidin. Ihr sei klar gewesen, heißt es weiter, dass der IS die jesidische Kultur vernichten wolle. Dazu diene auch die Sklaverei. Der Mutter aus dem Hamburger Stadtteil Neugraben drohen nun weitere Jahre im Gefängnis. Die gebürtige Hamburgerin Omaima A. war Anfang 2015 ihrem damaligen Mann ins Gebiet des IS nach Syrien gefolgt. Mit ihren drei Kindern lebte sie in der Hochburg der Terrororganisation in Rakka. Nach dem Tod ihres Mannes im Frühjahr 2015 heiratete sie dessen Freund Cuspert. Der Berliner Rapper, der unter dem Namen "Deso Dogg" bekannt wurde, hatte sich 2014 dem IS angeschlossen und stand in den USA auf der Terrorliste. Medienberichten zufolge wurde er 2018 in Syrien bei einem Luftangriff getötet.

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Die Angeklagte Omaima A. steht im Gerichtssaal neben ihrem Verteidiger. Sie soll 2016 in ihrer Wohnung in Syrien zwei von der Terror-Miliz entführte Jesidinnen ihre Putzarbeiten erledigt haben lassen. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

IS-Prozess: Cuspert-Witwe erneut in Hamburg vor Gericht

Die bereits verurteilte 36-Jährige ist diesmal wegen Beihilfe zur Versklavung von zwei Jesidinnen angeklagt. mehr

Endlich Eröffnung: Ausstellung "Schmidt! Demokratie leben!"

Zweimal wurde die Eröffnung kurz vorher wegen Corona abgesagt. Und so wartet die fertige "Schmidt! Demokratie leben"-Ausstellung der Bundeskanzler Helmut Schmidt-Stiftung nun schon fast seit einem Jahr auf ihr Publikum. Zu sehen gibt es nicht weniger als das erlebnisreiche, politische und private Leben des Staatsmannes Helmut Schmidt. Anhand von eindrucksvollen Fotos, Texten und Objekten zeigt die Ausstellung, wie Helmut Schmidt die Demokratie in Hamburg und ganz Deutschland prägte. Besucherinnen und Besucher können nun endlich ab dem 19. Juni in das Leben des früheren Bundeskanzlers eintauchen und sich auf historische Spuren begeben.

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Helmut Schmidt © picture alliance Foto: Eventpress MP

Ausstellung über Helmut Schmidt eröffnet in Hamburg

Die Ausstellung "Schmidt! Demokratie leben" im Helmut-Schmidt-Forum öffnet am 19. Juni ihre Türen für Besucher. mehr

Nach Haus-Explosion: Solidaritätskonzert für Musikproduzenten

Es war am 31. Mai um 04:30 Uhr, als ein gewaltiger Knall die morgendliche Stille in Barmbek-Süd zerriss. Eine Gasexplosion in einem Geschäftshaus tötete einen Menschen und zerstörte große Teile des Gebäudes. In einem der Geschäftsappartements hatte Kay Petersen, einer der bekannteren Musikproduzenten der Stadt, sein Ton-Studio. Nun steht er buchstäblich vor den Scherben seiner Existenz. Hausratversicherung? Aber die Solidaritätswelle in der Stadt läuft. Bestens vernetzte Musikerinnen und Musiker stellten eine Spendenaktion auf die Beine. Höhepunkt das Benefiz-Konzert namhafter Hamburger Künstlerinnen und Künstler am Mittwochabend.

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Feuerwehrleute sind nach einer Explosion in einem Gebäude im Stadtteil Barmbek im Einsatz. © picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt Foto: Daniel Reinhardt

Mann stirbt nach Explosion in Barmbek

Wie es zu der Explosion in dem Gebäude in der Hamburger Straße kam, ist noch unklar. (02.06.2021) mehr

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