Hamburg Journal

Montag, 06. April 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Dienstag, 07. April 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Dienstag, 07. April 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Corona: 65 Menschen auf Intensivstationen

Sie sind das eigentliche Nadelöhr, durch das Hamburg während der Corona-Krise gehen könnte: Die Versorgung mit Intensivbetten und Beatmungsplätzen könnte für viele Betroffene lebenswichtig werden. Am Montagmittag waren 3088 Infizierte für Hamburg gemeldet, 65 Menschen lagen auf einer Intensivstation. Die Gesundheitsbehörde versichert, dass die Hansestadt gut für den Krisenfall aufgestellt ist. Doch noch immer ist nicht genau klar, wie die Lage in Hamburg aussieht, sollte sich die Zahl der Schwerkranken noch erhöhen. Genau Zahlen für die gesamte Stadt sind bislang nicht veröffentlicht worden - auch weil sich das Zahl der freien und belegten Betten täglich ändert. Fest steht nur: Während in einigen Kliniken Betten leer stehen und vorgehalten werden, sind in anderen Krankenhäusern die Intensivplätze mehr als ausgelastet. Das Hamburg Journal über die Anstrengungen der Stadt, für den Ernstfall weiter vorzusorgen.

Hilft Wärme gegen Corona?

Sonnenschein und hohe Temperaturen - helfen sie gegen die Infektion mit dem neuen Coronavirus? Über Wochen war es auch unter Medizinern umstritten, inwieweit der beginnende Sommer die Ausbreitung der Epidemie verlangsamen kann. Der Virologe Alexander Kekulé oder sein Kollege Christian Drosten machen zumindest ein bisschen Hoffnung. Wärme schwächt Viren ab, die zunehmende UV-Strahlung kann das Erbgut der Viren angreifen. Auch die Experten des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts und vom UKE forschen am Thema. Doch die Mediziner warnen auch: Vorsichtsmaßnahmen und Abstandregeln müssen aufrechterhalten werden, weil das Virus auf eine nicht immunisierte Gesellschaft trifft.

Weitere Informationen
NDR Info

Coronavirus-Update: Virologe Christian Drosten informiert

NDR Info

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Regelmäßig beantwortet Virus-Forscher Christian Drosten in einem Podcast Fragen und erläutert Hintergründe. mehr

Schwanger in Zeiten von Corona: Wie sicher kann man momentan ein Kind auf die Welt bringen?

Ihr Leben spielt sich nur noch in den eigenen vier Wänden ab: Denise Wachter ist hochschwanger, der Geburtstermin für ihre Tochter ist Anfang Mai. Seit der Corona-Pandemie verlässt die 32-Jährige ihre Eimsbütteler Wohnung nicht mehr. „Zu gefährlich“, sagt sie. Einkäufe erledigt ihr Partner. Zur Arbeit geht sie auch nicht mehr, ist bereits in Mutterschutz. Viel Zeit, um sich Gedanken zu machen. Wie sicher ist es im Krankenhaus? Wie schützt sie das Neugeborene? Und darf ihr Freund mit in den Kreissaal? Noch ist das alles unklar. Beim Agaplesion-Klinikum, wo Denise Wachter entbinden soll, bewertet man die Lage jeden Tag neu. Chefarzt Prof. Lindner versteht die Ängste der Schwangeren, muss aber gleichzeitig Patienten und Mitarbeiter schützen. Und Hebamme Katharina Ulrich steht vor dem finanziellen Ruin, weil ihr momentan die Aufträge wegbrechen, bei horrenden laufenden Kosten. Denise Wachter kann momentan nur warten und auf das Beste hoffen – für sich, ihren Freund und die gemeinsame Tochter Mavi.

Weitere Themen:

  • Mit Sondererlaubnis: HSV startet Training
  • Naturnah: Hamburger Hafenbiber
  • Robin Hinsch: Preisträger des Hamburger Stadtfotografie 2020

Das Hamburg Journal ist das Stadtmagazin für die Hansestadt. Täglich informieren Sie die Kolleginnen und Kollegen über das öffentliche Geschehen, politische Ereignisse und das kulturelle Leben der Stadt.

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