Expeditionen ins Tierreich

Wildes Deutschland - Die Uckermark

Mittwoch, 20. Mai 2020, 20:35 bis 21:20 Uhr
Donnerstag, 21. Mai 2020, 06:35 bis 07:20 Uhr
Sonntag, 24. Mai 2020, 13:30 bis 14:15 Uhr

Seen und Sölle, die nach der Eiszeit entstanden sind, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen prägen die Uckermark. Die Uckermark im Nordosten Brandenburgs, 80 Kilometer von Berlin entfernt und in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern und Polen, ist mit über 3.000 Quadratkilometern der größte Landkreis Deutschlands. Dort finden sich beste Voraussetzungen für die Natur: 60 Prozent der Uckermark stehen unter Schutz, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Süden, im Nationalpark Unteres Odertal im Osten und im Naturpark Uckermärkische Seen im Nordwesten.

Metropole der Kraniche Europas

In der Uckermark trifft man auf besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten: Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in klaren Flüssen nach Forellen und Neunaugen, Biber stauen Bäche zu Seen, Dachse, Marderhund und Füchse leben gemeinsam mit Hirschen und Rehen in der Feldmark. Die abwechslungsreiche, von der Eiszeit geprägte Landschaft ist aber vor allem die Metropole der Kraniche Europas. In naturbelassenen Wäldern rund ums Plagefenn, dem ältesten Naturschutzgebiet Deutschlands, finden die eindrucksvollen Vögel beste Bedingungen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen.

Rückzug der Menschen aus der Region

Warum aber ist die Uckermark als Lebensraum so attraktiv für viele Tiere? Der Mensch ist auf dem Rückzug, nach 800 Jahren Besiedlungskultur verlässt er heute zunehmend die Region, zieht in die Städte und überlässt der Natur immer mehr Raum. Diese Dokumentation erzählt von einem ungewöhnlichen Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch naturnah ist. Gefühlvoll setzt Christoph Hauschild die Uckermark in Szene.

Ungewöhnliche Perspektiven und Aufnahmen

Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Region aus der Luft, extreme HD-Zeitlupen von Kranichen, Fischadlern oder Fledermäusen sowie aufwendige Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Nordosten Brandenburgs. Tierfilmer Christoph Hauschild porträtiert die wohl einsamste Region Deutschlands und gibt seltene Einblicke in eine Natur, die man anderenorts schon lange schmerzlich vermisst.

Redaktion
Wolf Lengwenus
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Wolfgang Kramer
Autor/in
Christoph Hauschild
Regie
Christoph Hauschild