die nordstory - Trecker, Trubel, tausend Tiere

Freitag, 20. April 2018, 20:15 bis 21:15 Uhr

Marc Fiege, Chef vom Gut Darß, steht mächtig unter Strom. Denn in diesem Jahr ist alles etwas später. Die Temperaturen sind im Moment noch zu niedrig, bisher konnten seine Leute die Mutterkühe nicht nach draußen treiben.

Szene aus "die nordstory": Luftaufnahmen des Gut Darß.

die nordstory: Trecker, Trubel, tausend Tiere

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Vor 25 Jahren wurde das Gut Darß gegründet und das soll mit einem rauschenden Hoffest gefeiert werden. Das Alltagsgeschäft läuft nebenher weiter.

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Und das Hoffest steht vor der Tür. Diesmal ist es ein besonderes, zum 25-jährigen Jubiläum des Gutes soll es am Pfingstsonnabend stattfinden. Jede Menge Gäste werden erwartet, im Vorjahr waren 4.000 Leute da. Marc Fiege rechnet zum Jubiläum mit einigen Hundert Menschen mehr. Da reicht fürs leibliche Wohl nicht nur ein Wildschwein am Spieß. Er wird auch reichlich Büffelburger vorbereiten müssen.

Essen, Trinken, Treckerwippe

Ohne Ronny Kruse, seine rechte Hand, könnte er das Fest gar nicht stemmen. Sie organisiert das Drumherum, das Essen, die Getränke, übernimmt also den kompletten gastronomischen Part. Dann müssen noch die Hüpfburg und der Markt mit Händlern aus der Region aufgebaut werden. Und es muss entschieden werden, wo die große Treckerwippe aufgestellt werden soll. Eine Riesenwippe ist das, und jeder, der Lust hat, darf zum Hoffest in den Trecker steigen und langsam die Wippe hochfahren, bis sie in der Waagerechten steht.

Festvorbereitungen neben dem Alltagsgeschäft

Zum Fest hin ist Urlaubssperre, alle 50 Mitarbeiter müssen mit anpacken. Vor allem auch die beiden Bereichsleiter, Steven Bergner, der sich um die Technik, also Mähdrescher, Schlepper, Traktoren kümmert, und Thomas Möhring, der Mann für die Tiere. Spätestens zwei Tage vorm Fest wuseln die beiden mit ihren Trupps hinter den Kulissen, polieren die Traktoren blank, putzen die Ställe auf Hochglanz.

Richtig professionell soll das Hoffest über die Bühne gehen, das ist dem Chef ganz wichtig! Schließlich will Marc Fiege sein Gut als seriösen Landwirtschaftsbetrieb präsentieren. Die Leute sollen ja wiederkommen und kaufen. Öffentliche Akzeptanz bei der Bevölkerung erlangen, nennt er das, weil Landwirtschaft eben nicht bei allen Konsumenten gut ankommt.

Die Arbeit auf dem Hof läuft nebenher weiter

Trotzdem muss vorm und zum Fest der ganz normale, alltägliche Betrieb weiterlaufen. Sein Herdenmanager fährt auch am Tag des Hoffestes die Herden ab, kontrolliert die neugeborenen Kälbchen, zieht Ohrenmarken ein, schaut nach, ob alle Tiere gesund sind. Und da der Hof so weitläufig und Frau Kruse an allen Ecken und Enden gefragt ist, steigt sie auch diesmal wieder auf ihr Segway, um an die neuralgischen Punkte fahren zu können.

Autor/in
Anke Riedel
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Iris Berner