die nordstory - Finkenwerder

Zwischen Hafenindustrie und Naturparadies

Freitag, 14. September 2018, 20:15 bis 21:15 Uhr

Die Alte Süderelbe wird an einigen Stellen zum Dschungel. Holger und Patrizia Maciolek von der Interessengemeinschaft Alte Süderelbe kennen sich hier aus. © NDR/Veit Bentlage, honorarfrei

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Fährt man nach Finkenwerder, dann fährt man durch den Hafen, vorbei an Containerterminals, vorbei an Stahl- und Aluminium-Werk. Windkrafträder reihen sich auf, die Hauptdurchgangsstraße ist viel befahren und führt ans andere Ende zum Airbusgelände: Schwerindustrie und Hightech.

Mittlerweile hat Finkenwerder 12.000 Einwohner, in der nördlichen Hälfte viel Industrie und Handwerk, dazu den Flugzeugbauer Airbus. 15.000 Menschen arbeiten hier, davon allerdings nur 500 Ortsansässige.

Finkenwerder und seine Bewohner

Grünflächen und Obstbau

Die südliche Hälfte von Finkenwerder ist das krasse Gegenteil: Es gibt viele Grünflächen, von Gräben durchzogen ist es das Land der Obstbauern. Doch ein romantisches Fischerdörfchen sieht anders aus. Auf den ersten Blick.

Schaut man genauer hin, entdeckt man die Werft von Thees Behrens. Auch Fischer Olaf Jensen fängt noch immer in der Elbe Aal. Und Obstbauer Jörg Quast baut im ländlichen Süden von Finkenwerder Äpfel an. Und direkt dahinter liegt die Alte Süderelbe, ein kleines Naturparadies. Früher war hier der Hauptschifffahrtsweg der Elbe.

Nach der Sturmflut von 1962 wurde die Süderelbe durch einen Damm abgeschnitten. Heute ist die Süderelbe ein sechs Kilometer langes Naturgewässer, das sich in die Industrielandschaft zwischen Containerbrücken und Airbus keilt. Holger und Patricia Maciolek verteidigen es gegen die Interessen der Hafenwirtschaft. Hier wird deutlich, wie groß die Kontraste auf der ehemaligen Insel Finkenwerder sind.

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Autor/in
Veit Bentlage