Die Nordreportage: Wenn der Tod ein Anfang ist

Der strenge Ablauf einer Multiorganentnahme

Donnerstag, 03. März 2022, 02:10 bis 02:45 Uhr

In ganz Deutschland warten pro Jahr etwa 10.000 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. Viele Patientinnen und Patienten versterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bereitschaft zu einer Organspende nach Hamburg am höchsten deutschlandweit. Doch es reicht nicht. Hatte die Uniklinik Greifswald früher bis zu 25 Entnahmen pro Jahr, waren es 2019 nur noch vier.

Die Organentnahme: ein hochkomplexer Eingriff

Die Leber des 21-jährigen Spenders in Greifswald wird für den Transport nach Stuttgart vorbereitet. © NDR/Clipfilm
Die Leber des 21-jährigen Spenders in Greifswald wird für den Transport nach Stuttgart vorbereitet.

Die Nordreportage begleitet eine Multiorganentnahme bei einem 21-Jährigen, der einen schweren Verkehrsunfall hatte. Die Organentnahme ist ein hochkomplexer Eingriff durch ein interdisziplinäres Ärzteteam. Das Filmteam ist von Anfang an dabei, erklärt die aufwendige Hirntoddiagnostik als Grundvoraussetzung für eine Organspende, sucht Antworten nach ethischen und juristischen Fragen.

Für diese Nordreportage wird der strenge Ablauf der Multiorganentnahme durch Transplantationsteams aus Greifswald, Rostock, München und Köln bis zum Abtransport der Organe per Auto oder Flugzeug mit der Kamera begleitet. Durch die Organspende des 21-jährigen Mannes konnten sechs Menschenleben gerettet werden.

Ratgeber Gesundheit
Bild zeigt in Nahaufnahme die Hand eines verstorbenen Patienten, die auf der Bettdecke liegt. © NDR

Keine Organspende ohne Hirntod-Diagnostik

Vorzeitig für tot erklärt werden für eine Organspende? Das passiert nicht. Es gibt immer eine umfassende Hirntod-Diagnostik. mehr

Autor/in
Rebekka Bahr
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke