mareTV Classics

Monsterkrabben im Polarmeer - Fette Beute zwischen Nordkap und Murmansk

Sonntag, 17. Januar 2021, 15:15 bis 16:00 Uhr

Ein Meeresmonster macht sich zunehmend die Polarmeerküsten von Nordnorwegen und Russland untertan: Die so genannten Kamtschatka-Krabben, die bis zu zwei Meter Spannweite und 13 Kilo Gewicht erreichen können, pflanzen sich fort wie die sprichwörtlichen Kaninchen. Der Grund: Sie haben keine natürlichen Feinde, denn sie wurden erst 1980 zur Verpflegung der russischen Marinesoldaten aus dem Nordpazifik in die polaren Gewässer vor Murmansk importiert.

Neue Betätigungsfelder für die die Fischer

Lars-Petter Øie ist der Unterwasserexperte von Nordnorwegen. Mittlerweile ist er Experte in Sachen Monsterkrabben. © NDR/nonfictionplanet/Marco von Schulenburg
Lars-Petter Øie ist der Unterwasserexperte von Nordnorwegen. Mittlerweile ist er Experte in Sachen Monsterkrabben.

Die norwegischen Fischer sind hin- und hergerissen: Einerseits bringen die Königskrabben, wie sie auch genannt werden, das Ökosystem aus dem Gleichgewicht. Andererseits wird die Kamtschatka-Krabbe immer mehr als Leckerbissen entdeckt, vor allem von den Japanern. So entsteht seit einigen Jahren ein völlig neues Betätigungsfeld für die Fischer, die sich eine neue Flotte aufbauen.

Die mareTV-Reportage berichtet über das Leben der Fischer am Jarfjord im unwirtlichen hohen Norden Norwegens, für die nach langen Jahren des Niederganges wegen der Beschränkung des Walfanges die Kamtschatka-Krabbe einen ungeahnten Boom bedeutet. Plötzlich interessieren sich Fischfabrikanten aus aller Herren Länder und auch Wissenschaftler für ihren Fang. Im Oktober wird die Jagdsaison eröffnet.

Redaktion
Ralf Quibeldey
Carola Meyer
Alexander von Sallwitz
Produktionsleiter/in
Daniel Buresch
Redaktionsleiter/in
Volker Zielke
Regie
Jan Hinrik Drevs
Autor/in
Jan Hinrik Drevs

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