Hanseblick kompakt:Temeswar

Rumäniens Kulturhauptstadt

Montag, 14. Dezember 2020, 11:30 bis 11:50 Uhr

Temeswar, so nennen die Deutschen die Stadt im Nordwesten Rumäniens, Temesvár sagen die Ungarn, Timisoara heißt die 320.000-Einwohner-Stadt bei den Rumänen. Vor über 300 Jahren haben sich hier Deutsche angesiedelt. Es gibt heutzutage ein Deutsches Staatstheater, ein deutschsprachiges Gymnasium. Seit Jahrhunderten leben alle in der bunten Stadt an der Bega, die sich 2021 als Europäische Kulturhauptstadt präsentieren will.

Die Highlights der künftigen Kulturhauptstadt

Auf den Wochenmärkten in Temeswar bieten die Kleinbauern aus dem rumänischen Banat ihre Produkte an. Auf den fruchtbaren Äckern der Gegend wachsen viele Gemüsesorten. Der Weinanbau hat das Banat in den letzten Jahren international bekannt gemacht. © NDR
Auf den Wochenmärkten in Temeswar bieten die Kleinbauern aus dem rumänischen Banat ihre Produkte an.

Wenn im Frühjahr die Magnolien in den vielen Parks der Stadt blühen, erwachen die Kultur und die viel besungene rumänische Gastfreundschaft in der historischen Altstadt mit ihren habsburgisch-ungarischen Palästen. Es gibt das Kulturhaus, in dem das Museum der kommunistischen Konsument*innen augenzwinkernd an den Alltag im Sozialismus erinnert, die Galerie von Stefan Popa-Popas, der als Schnellzeichner international für Aufsehen gesorgt hat. Und: Timisoara war die erste freie Stadt Rumäniens während der blutigen Revolution 1989. Bürgerrechtler*innen hatten vom Opernbalkon die Abschaffung der Ceausescu-Diktatur gefordert.

Moderation
Thilo Tautz
Autor/in
Kathrin Matern
Thomas Balzer
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Andrea Runge