Warum hassen wir?

42 - Die Antwort auf fast alles

Samstag, 27. Juli 2024, 06:05 bis 06:30 Uhr
Montag, 29. Juli 2024, 12:00 bis 12:25 Uhr

Es ist keine spaßige Angelegenheit, sich intensiv mit Hass zu beschäftigen. Aber wie bei allen unangenehmen Dingen hilft es auch hier, sich der Sache zu stellen, anstatt ihr aus dem Weg zu gehen. In der heutigen Gesellschaft ist der Hass kaum zu übersehen: Hassbotschaften gegen Politikerinnen und Politiker, Hass auf das gesellschaftliche System, auf die Coronamaßnahmen. Hass scheint allgegenwärtig zu sein.

Hass wird erlernt

Die Emotion Hass wissenschaftlich zu ergründen, ist jedoch gar nicht so einfach. Wann lernt man im Laufe des Lebens eigentlich, zu hassen? An der Yale University nähert sich Psychologe Yarrow Dunham dem Thema, indem er Gruppendynamiken bei Kindern untersucht. Denn um irgendwann andere Menschen hassen zu können, muss man zunächst die Erfahrung machen, eine andere Gruppe als minderwertig zu empfinden. Bei Kindern ist das erstaunlich einfach zu erreichen.

Wenn aus Hassrede realer Hass wird

Was ist das Gegenteil von Hass? Liebe, könnte man meinen. Andreas Olsson vom Karolinska Institutet in Stockholm erklärt, was Liebe und Hass trotzdem unterscheidet. Und wie sich innige Liebe irgendwann in Hass verwandeln kann. Der Ort, an dem der Hass sich heutzutage wohl am schnellsten verbreitet, ist das Internet. Gerade in den sozialen Medien hat Hatespeech Hochkonjunktur. Politikwissenschaftlerin Iris Boyer warnt, dass die allgegenwärtige Hassrede am Ende auch in realen Hass außerhalb des Netzes umschlagen kann.

Redaktion
Sara Helmig
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