Stand: 11.08.2017 09:45 Uhr

Tipps für einen Besuch in Oldenburg

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Treffpunkt im Zentrum: Der Backsteinturm Lappan gehörte einst zur Heilig-Geist-Kapelle.

Von einer frühmittelalterlichen Siedlung zu einer modernen Großstadt: 1108 wurde Oldenburg erstmals als "Aldenburg" urkundlich erwähnt. Die Ringburganlage war zunächst Sitz der Oldenburger Grafen. Später war die Stadt Residenz der Herzöge und Großherzöge, mehr als 100 Jahre lang regierten hier die Dänen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Teil des neu gegründeten Bundeslandes Niedersachsen. Heute ist Oldenburg eine Universitätsstadt mit rund 160.000 Einwohnern und lohnt einen Besuch.

Kanufahrer sind auf der Haaren in Oldenburg unterwegs.

Oldenburg entdecken: Mit dem Kanu auf der Haaren

Lust auf Norden -

Eine Stadtrundfahrt der besonderen Art: Mit dem Kanu können Besucher auf dem Fluss Haaren Oldenburgs Innenstadt entdecken. Dabei gibt es einiges über die Geschichte zu erfahren.

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Prunkvolle Vergangenheit: Das Schloss

Hintergrund

Kunstschätze im Schloss Oldenburg

Im gut erhaltenen Schloss zeigt das Landesmuseum Oldenburg Schätze aus mehreren Jahrhunderten, darunter viele Prunksäle. Eine aktuelle Sonderschau stellt Blechspielzeug vor. mehr

In der Mitte der Stadt thront das Schloss. Die einstige Residenz von Grafen und Herzögen war ursprünglich als Wasserburg angelegt und wurde baulich immer wieder verändert. Seit 1923 - nach der Abdankung des letzten Herzogs - beherbergt das Schloss das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Eine Dauerausstellung zeigt die Vielfalt und die kulturhistorischen Besonderheiten der Region Oldenburg anhand von Werken, die aus der Zeit zwischen dem Mittelalter und dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Die prunkvolle Inneneinrichtung der Räume ist Teil der Ausstellung. Daneben sind im Oldenburger Schloss Sonderausstellungen sowie Schauen zu Kunstgewerbe und Kulturgeschichte zu sehen.

Lambertikirche und Rathaus

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Vom Schloss fällt der Blick auf den Schlossplatz mit Schlosswache (rechts) und der Lambertikirche.

Zusammen mit dem wenige Schritte entfernten Alten Rathaus und der Lambertikirche bildet das Oldenburger Schloss ein sehenswertes Ensemble innerhalb der Altstadt. Am Rathaus mit einem ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss erklingt mehrmals am Tag ein Glockenspiel. Die Lambertikirche mit ihren fünf Backstein-Türmen überrascht aufgrund ihres neogotischen Äußeren und der dazu nicht recht passenden Gestaltung im Stil des Klassizismus im Inneren. Insgesamt können Besucher in Oldenburg auf Bauten aus fünf Jahrhunderten treffen. Zu den ältesten Häusern der Stadt gehört das sogenannte Degodehaus mit seiner schönen Fachwerkfassade, das 1617 erbaut und später nach dem Maler und Fotografen Wilhelm Degode benannt wurde.

Beliebte Fußgängerzone

Lohnenswert ist ein Bummel durch Oldenburgs belebte Fußgängerzone. Sie wurde 1967 angelegt und ist damit eine der ältesten in Deutschland. Auch hier stoßen Besucher immer wieder auf Spuren der Vergangenheit - in Form vieler schöner klassizistischer Fassaden und Giebel. Nicht zu übersehen ist der Lappan von 1468, ein Wahrzeichen der Stadt. Der ehemalige Glockenturm der Heilig-Geist-Kapelle steht am nördlichen Rand der Altstadt und wird heute gern als Treffpunkt genutzt. Außerdem gibt es im Zentrum jede Menge Geschäfte, Restaurants und Kneipen - mehr als 500 Gaststätten soll es in Oldenburg geben. Viele liegen in der Wallstraße, der Kneipenmeile der Stadt.

Große Kunst im Horst-Janssen-Museum

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Das Horst-Janssen-Museum ist dem in Oldenburg aufgewachsenen Künstler gewidmet.

Auf dem Gelände des Stadtmuseums, in dem Besucher vieles Interessante über die Früh- und Stadtgeschichte Oldenburgs erfahren können, befindet sich auch das Horst-Janssen-Museum. Der in Hamburg geborene Janssen (1929 - 1995) verbrachte seine Kindheit in Oldenburg und wurde 1992 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Er gilt als einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Das Museum ist eine Hommage an Werk und Person des Künstlers. Es zeigt eine etwa 2.000 Werke Janssens umfassende Dauerausstellung sowie wechselnde Sonderschauen.

Erholung in der Natur

Hintergrund

Oldenburgs Schlossgarten entdecken

Ein attraktiver Landschaftspark im Herzen Oldenburgs: So präsentiert sich der Schlossgarten auch nach 200 Jahren. mehr

Ein idealer Ort, um nach einem Museumsbesuch oder Einkaufsbummel zu entspannen, ist der Schlossgarten. Die Oase der Ruhe und Erholung wurde im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt, von Gewässern und geschwungenen Spazierwegen durchzogen. Im Südwesten bildet die Hunte, Oldenburgs Stadtgewässer und ein Nebenfluss der Weser, eine natürliche Begrenzung. Charakteristisch für den Schlossgarten sind unter anderem der alte Baumbestand und die ältesten Rhododendren Deutschlands.

Exoten im Botanischen Garten der Uni

Ausspannen im Grünen verspricht auch der Botanische Garten der Universität Oldenburg. Bemerkenswert: Das Gelände beherbergt nicht nur etwa 7.000 Pflanzenarten, sondern auch einige Tiere wie Eulen, Fasanen- und Kleinvögel sowie Schildkröten. Spaziergänge in verschiedenen Regionen wie Heide und Moor, einem Bauern- und einem Arzneigarten sowie im Alpinum oder den Schaugewächshäusern sind dort möglich. Gehölze aus Nordamerika, Japan, China und Europa fassen die Themengärten ein.

Die rund 13.000 Studenten der Carl von Ossietzky Universität sorgen für eine junge Atmosphäre in Oldenburg, das auch als Stadt der Radfahrer gilt. Nach Schätzungen gibt es deutlich mehr Fahrräder als Einwohner.

Mit dem Kanu auf der Hunte unterwegs

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Mit mehr als 20 Anlegestellen lädt der Naturpark Wildeshauser Geest zum Wasserwandern ein.

Schöne Natur lockt auch im Umland: Zwischen Oldenburg und Wildeshausen durchfließt die untere Hunte auf einer Strecke von rund 40 Kilometern den Naturpark Wildeshauser Geest. Das naturnahe Gewässer mit Steilufern, Sandbänken, Stränden, kleinen Stromschnellen und bewaldeten Passagen eignet sich hervorragend zum Wasserwandern mit dem Kanu. Ein Erlebnispfad entlang der Strecke klärt über die Natur der Flusslandschaft auf. Mehr als 20 Anlegestellen bieten die Möglichkeit zum Rasten oder Einsetzen von Booten. Vom 1. April bis zum 15. Juni ist die Hunte zwischen Wildeshausen und Astrup zum Schutz brütender Vögel für den Freizeitverkehr gesperrt.

Vom Filmfest bis zum Lambertimarkt

In den Sommermonaten ist Oldenburgs Innenstadt Schauplatz zahlreicher Open-Air-Veranstaltungen wie des Oldenburger Kultursommers oder des Stadtfestes. Auch sonst lockt die Stadt das ganze Jahr über mit vielen interessanten Veranstaltungen: Dazu gehören der Kramermarkt, das Internationale Filmfest, die Pferdewochen sowie der Lambertimarkt - ein schöner Weihnachtsmarkt mit festlich geschmückten Holzhütten.

Der Oldenburger Hauptbahnhof im Miniaturland Leer. © NDR

Oldenburg auf 150 Quadratmetern im Miniaturland

Der Nachbau der Stadt Oldenburg ist ein Highlight im Miniaturland Leer. 15 Modellbauer, Elektriker und Innenarchitekten haben rund zehn Monate an den 150 Quadratmetern gearbeitet.

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Karte: Sehenswertes in Oldenburg

Dieses Thema im Programm:

Lust auf Norden | 11.08.2017 | 18:15 Uhr

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