Stand: 04.10.2016 12:04 Uhr

Kunstschätze im Schloss Oldenburg

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Der repräsentative Bau aus dem 17. Jahrhundert steht im Zentrum Oldenburgs.

Seit dem 17. Jahrhundert prägt das Schloss die Stadt Oldenburg und beherbergt heute das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Auf drei Geschossen dokumentiert die Ausstellung die Kulturgeschichte des Oldenburger Landes vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden etwa alte Handschriften, Möbel, Gemälde und Kunsthandwerk. Höhepunkte sind die Prunkräume der Oldenburger Großherzöge, deren Sitz das Schloss bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war.

Großherzöge waren eifrige Sammler

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Im Schloss sind noch zahlreiche schöne historische Räume erhalten.

Über Jahrhunderte förderten und sammelten die Großherzöge Kunst. Die Exponate bilden die Basis für die jetzige Ausstellung. So hat der Hofmaler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein im Auftrag von Herzog Peter Friedrich Ludwig einen "Idyllen"-Zyklus mit 43 kleinformatigen Gemälden geschaffen, der komplett erhalten und im Idyllenzimmer zu sehen ist.

Außerdem zeigt das Museum im Schloss wechselnde Ausstellungen und unterhält in unmittelbarer Nähe zwei weitere Standorte. Im Augusteum ist die Galerie Alte Meister zu sehen, im Prinzenpalais die Galerie Neue Meister.

Ursprünge im Mittelalter

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Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss erweitert - hier eine Ansicht aus dem Jahr 1825.

Das Schloss im Zentrum Oldenburgs stammt weitgehend aus dem frühen 17. Jahrhundert. Graf Anton Günther von Oldenburg (1583-1667) ließ es damals aus Sandstein im Stil der Renaissance erbauen. In späteren Jahrhunderten fügten weitere Herrscher mehrere Seitenflügel hinzu und ließen die Fassade mit Elementen des Rokoko verzieren. Bereits im Mittelalter soll am Standort des Schlosses an der Hunte eine Wasserburg existiert haben.

Erst das Schloss, dann der Garten

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Lauschige Lage: der Teepavillon im Schlossgarten.

Nicht verpassen sollten Besucher den Schlossgarten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden, ist er heute ein öffentlicher Stadtpark und steht unter Denkmalschutz. Um 1814 hatte der Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig die Idee, einen Kontrast zu den seinerzeit vorherrschenden französischen Barockgärten zu schaffen. So ließ er auf 16 Hektar Fläche einen Landschaftsgarten im englischen Stil gestalten. Mächtige alte Bäume wechseln sich mit Wasserläufen und Blumenbeeten ab. Ein jährlicher Höhepunkt ist die Blüte der zahlreichen Rhododendren. Mehrere historische Gebäude wie der Teepavillon, das Hofgärtnerhaus, ein ehemaliger Pferdestall und ein Gewächshaus sind noch erhalten.

Landesmuseum Oldenburg

die drei Standorte:
Schloss, Schlossplatz 1
Prinzenpalais, Damm 1
Augusteum, Elisabethstr. 1
Tel.: (0441) 220 73 00

Öffnungszeiten, Preise und aktuelle Ausstellungen auf der Website des Museums

Karte: Sehenswertes in Oldenburg
Weitere Informationen
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03.01.2017 11:55 Uhr
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Das Schloss ist mit zahlreichen Rokokoelementen verziert und sticht vor allem durch seine hellgelbe Fassade ins Auge. Heute beherbergt das Schloss ein Landesmuseum. Audio (00:38 min)

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Dieses Thema im Programm:

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