Stand: 29.11.2017 16:41 Uhr

Boltenhagen: Das schmucke Ostseebad

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Das Kurhaus im historischen Stil wurde erst im Jahr 2000 gebaut.

Bevor im Nordwesten Mecklenburgs die ersten Badegäste Urlaub machten, war Boltenhagen ein verträumtes Fischerdorf im Klützer Winkel. Das änderte sich Anfang des 19. Jahrhunderts, als die ersten Urlauber den viereinhalb Kilometer langen, feinen Sandstrand für sich entdeckten. Dort, wo heute Strandkörbe stehen, parkten einst hölzerne Badekarren.

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Das Klützer Kliff in Boltenhagen zählt zu den aktivsten, dort finden sich daher besonders viele Steine. Geologin Kerstin Pfeiffer zeigt bei ihrer Exkursion uralte Schätze.

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Schmucker Ortskern und schöne Promenade

Im Sommer können Touristen regelmäßig Veranstaltungen im Kurpark besuchen.

Boltenhagen und seine rund 2.600 Einwohner konnten das typische Erscheinungsbild eines klassischen Seebades bewahren: Viele alte Ferienvillen, hübsche Pensionshäuschen im Stil der Bäderarchitektur und schilfgedeckte Hallenhäuschen prägen den Ortskern. Mit Rathaus, Kurpark und -haus sowie Promenade bildet er eine geschlossene Einheit. In den Nebenstraßen sind nach der Wende viele neue Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit insgesamt rund 10.000 Betten entstanden. Im Gegensatz zu einigen "Bettenburgen" im westlichen Teil der Lübecker Bucht stehen in Boltenhagen keine Hochhäuser. Alles fügt sich harmonisch ins Ortsbild ein.

Promenade hinter dem Küstenwald

Direkt hinter den Dünen verläuft die drei Kilometer lange Strandpromenade. Einige Meter weiter im Binnenland reihen sich an der autofreien Mittelpromenade kleine Cafés und Geschäfte aneinander. Viele Häuschen stammen noch aus der Gründerzeit, wurden also etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Kaum ein Gebäude überragt die Baumkronen des Küstenwaldes, sodass die Häuser vom Wasser aus nicht zu sehen sind. Der Kurpark mit Wandelgängen, Trinkkurhalle und einem Konzertpavillon wurde zur 200-Jahr-Feier des Ortes 2003 neu gestaltet. Dort finden Veranstaltungen wie das Kleinkunstfestival Sommerserenade und der Wintermarkt statt.

Familienfreundlicher Badestrand

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Feiner Sand und ein seichter Übergang ins Wasser machen Boltenhagen als Badeort so beliebt.

Der rund fünf Kilometer lange, feine Sandstrand fällt sanft zum Wasser hin ab, Steine gibt es nicht. Die Bucht bietet natürlichen Schutz vor hohen Wellen und ist daher auch gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Am kurtaxepflichtigen Strand entlang können Urlauber zur Steilküste wandern. Mit 30 Metern Höhe ist sie nach Rügens Kreidefelsen die zweithöchste Steilküste an der deutschen Ostsee.

Auf dem Wasser unterwegs

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Die fast 300 Meter lange Seebrücke stammt aus dem Jahr 1992. Ihre Vorgängerin war im Winter 1941/42 zusammengebrochen.

Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang über die 290 Meter lange Seebrücke. Von dort aus starten auch Schiffe zu Rundfahrten durch die Boltenhagener Bucht oder zu Ausflügen nach Wismar, Travemünde und zur Insel Poel. Wer mit dem eigenen Boot nach Boltenhagen kommt, kann an einem der knapp 300 Liegeplätze im modernen Yachthafen Weiße Wiek im Ortsteil Tarnewitz festmachen. Zwei größere Hotelkomplexe direkt am Wasser richten sich jeweils an Wellnessurlauber und an Familien. Der Hafen ist auch Ausgangspunkt für Angelfahrten auf einem Fischkutter und Touren zu einer Seehundsbank. Weitere Tipps für einen Urlaub in Boltenhagen bietet die Website des Ostseebades.

Karte: Sehenswertes im Klützer Winkel
Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

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